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Der Bericht des Deutschland-Korrespondenten, der im wöchentlichen Nachrichtenrückblick des russischen Fernsehens gezeigt wird, ist immer interessant, weil die Sicht der russischen Medien sich sehr von dem unterscheidet, was die deutschen Medien berichten. Und manchmal erfährt man in russischen Medien Dinge, die deutsche Medien verschweigen. Oder haben Sie in deutschen Medien erfahren, dass das Kieler Institut für Weltwirtschaft am 7. September gemeldet hat, dass die EU inzwischen weit mehr finanzielle Unterstützung an die Ukraine bezahlt, als die USA? [...] Die europäischen Geldgeber [haben] der Ukraine insgesamt 156 Milliarden Euro Finanzhilfe zugesagt, die USA weniger als 70 Milliarden [...] Das bedeutet, dass die USA die EU für ihre geopolitischen Ziele bezahlen lassen - was bisher als "russische Propaganda" bezeichnet wurde [...] Da man leider sehr oft russische Medien verfolgen muss, um zu erfahren, was in Deutschland vor sich geht, habe ich den russischen Bericht über die politische Woche in Deutschland übersetzt. Beginn der Übersetzung:Europa übernimmt den größten Teil der ukrainischen VerlusteIrina Beljajewa aus St. Peterburg war [...] auf dem Rückweg von einer internationalen Hundeausstellung in der Schweiz, als der deutsche Zoll ihren Mercedes mit russischen Kennzeichen 70 km vor [...] Travemünde, von wo aus die Fähre nach Helsinki ablegt, angehalten hat. Es war nachts mitten im Wald auf einer normalen Landstraße. Es waren zehn Zöllner gegen eine Frau und vier Cockerspaniels. "Sie nahmen mir die Schlüssel ab, meine Autopapiere, meinen Führerschein und fragten mich, woher ich käme, ob ich Drogen oder Waffen hätte, wie viel Geld ich bei mir hätte. Und sie sagten mir so etwas wie, dass mein Auto jetzt nach dem Embargogesetz beschlagnahmt werden würde. [...] Ich sagte ihnen: 'Lasst mich gehen, ich werde euer Land in 70 Kilometern verlassen.' Sie sagten: 'Wir verstehen das, aber das ist unser Job' [...]" erinnert sich Irina. [...] Jeder mit russischem Pass, der in seinem Privatauto in das Gebiet der EU einreist und Zahnpasta und Toilettenpapier mit sich führt, wird verdächtigt, das alles in Europa zu verkaufen und das Geld für seine Armee zu verwenden. Illegaler Import muss konfisziert werden. [... Letzte Woche] beschloß die EU-Kommission, daß russische Autos nicht in die EU einreisen dürfen. Wenn Sie also mit einem russischen Auto an die EU-Grenze fahren, dürfen die EU-Länder dieses Auto nicht in ihr Hoheitsgebiet lassen [...]" In diesen Tagen tauchte im Internet ein [...] Interview auf, das die freie ZDF-Mitarbeiterin Anna Loll mit Alina Lipp, einer russischen Journalistin, die für das deutsche Publikum über die Ereignisse im Donbass berichtet, geführt hat. "Sie sprechen von diesem Krieg und dem Leid. Aber warum gibt es dieses Leid? Wer tötet diese Untermenschen, und warum werden sie getötet?" fragte Loll [...] Der Ursprung des Begriffs "Untermensch" ist wohl bekannt. Die Ideologen des Dritten Reichs benutzten ihn für Juden, Zigeuner und Slawen. Frau Loll teilt sofort mit, dass das ein Versprecher gewesen sei. Klar. (Anm. Dikigoros: Nein, offenbar unklar. Und um hier den wahren Ursprung dieses Begriffes klar zu stellen: Es ist die Übersetzung des Wortes "Goj" [Plural: "Gojim"] Die Juden bezeichnen damit alle Nicht-Semiten, die es nach den Worten ihrer alten Profeten - Joel pp. - auszulöschen gilt, Mann und Frau, Kind und Kegel, auch das nicht-koschere Vieh. Nachzulesen im Alten Testament - aber wer liest das heute schon noch?) Bemerkenswerter war die Reaktion des ZDF [...]: "Zu dem veröffentlichten Interview, auf das Sie sich in Ihrer Beschwerde beziehen, möchte ich betonen, dass dieses Interview nicht von uns zur Veröffentlichung bereitgestellt wurde. Es wurde [...] verbreitet, ohne die Zustimmung von uns oder von Frau Loll einzuholen." Sie hätte also um Erlaubnis bitten müssen, ohne Erlaubnis zählt es nicht.
Im Laufe der Woche [... war noch mehr zu] hören. [...] "Sie waren vor nicht allzu langer Zeit in Litauen, und während Ihres Besuchs wurde beschlossen, eine Bundeswehrbrigade von bis zu 4.000 Mann zu entsenden", wurde Bundesverteidigungsminister Boris [...] Die deutschen Taurus sind ein wunder Punkt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die gesteigerte Emotionalität des deutschen Verteidigungsministers mit Verärgerung über seine Kollegen zusammenhängt, in diesem Fall der Bundesaußenministerin. In dieser Woche war Baerbock wieder einmal zu einem Überraschungsbesuch in Kiew, wo sie rüpelhaft aufgefordert wurde, aufzuhören, Berlin als Entscheidungszentrum darzustellen: "Ob Annalena mir Hoffnung auf Taurus gemacht hat? Nein [...] Aber Sie werden es trotzdem tun, das ist nur eine Frage der Zeit, und ich verstehe nicht, wozu wir sie vergeuden", sagte Außenminister Dmitri Kuleba. Tatsächlich, wozu? Wenn doch alles auf Befehl aus Washington geschieht. Die EU-Kommissarin für Inneres ist bei der Programmrede ihrer Chefin abgelenkt und strickt Socken im Parlament. Beim Stricken kann man sich anhören, wie jemandem der Krieg erklärt wird, z.B. ein Handelskrieg gegen China. Auf der Münchner Automesse waren offenbar nicht nur Branchenkenner von den Preisen für chinesische Elektro-Autos überrascht, die im Schnitt um 20-60% günstiger sind als ihre europäischen Pendants. [...] Ist es also nicht an der Zeit, die chinesische Autoindustrie mit Einfuhrzöllen zu bestrafen? "[...] Chinesische Waren sind in Europa nicht besonders willkommen. Die Verringerung der Handelsabhängigkeit von China ist in den Programm-Dokumenten der EU festgeschrieben. Das ist also nicht überraschend. Viel merkwürdiger [...] ist es, zu sehen, wie sich Brüssel und vier osteuropäische Länder um ukrainisches Getreide streiten", sagte die Präsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen. Dazu sagte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán: "Es scheint, dass die Bürokraten in Brüssel das Einfuhrverbot für Getreide nicht verlängern wollen. In diesem Fall werden wir auf nationaler Ebene reagieren. Was in Europa weiterhin als 'ukrainisches Getreide' bezeichnet wird, ist längst keines mehr, sondern ein Handelsprodukt, das auf einem Gebiet angebaut wird, das wahrscheinlich den Amerikanern gehört. Offensichtlich gewinnt Amerika, und Europa verliert. Wir sind mit dem ukrainischen Getreide betrogen worden, und arme afrikanische Kinder sehen kein einziges Kilo Brot." Am 15. September lief das EU-Embargo für Agrarprodukte aus der Ukraine aus. Und wie es aussieht, ist nur die Position des ungarischen Ministerpräsidenten Orbán, der ukrainischen Weizen nicht auf seinen Markt lassen will und gleichzeitig keine Sympathien für das Kiewer Regime hegt, politisch konsequent. Alle anderen - Rumänien, die Slowakei und vor allem Polen - scheinen zu schlafen und davon zu träumen, wie sie die junge Demokratie unterstützen können. Aber [... in Polen] stehen Wahlen an - und sie blockieren die Lieferungen, um die eigenen Bauern zu schützen, damit sie richtig wählen. "Wir werden nicht auf Berlin hören, wir werden nicht auf von der Leyen, Tusk und Weber hören. Wir werden es tun, weil es im Interesse der polnischen Landwirte ist", sagte der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki. Soll das ukrainische Getreide doch in der Ukraine verrotten. Das ist nicht Polens Problem, auch wenn Selensky das offenbar anders sieht, denn er verspricht, sie zu zu verklagen, aber erst einmal jammert er nur. In diesen Tagen wird er nach Washington fliegen, [...] auch wenn es wahrscheinlich nicht helfen wird: Die Ukraine ist Verbrauchsmaterial.
Sogar der polnische Präsident Duda, der im Sommer noch mit Schaum vor Mund darauf bestand, dass die Aufnahme der Ukraine in die NATO lebensnotwendig sei, ist plötzlich nüchterner geworden [...]: "Wir haben von Anfang an erkannt, dass das ein sehr schwieriges Thema ist. Vor allem ist es schwierig, weil ein Krieg im Gange ist. Wir waren uns alle bewusst, dass eine direkte Aufnahme der Ukraine als Vollmitglied im Moment nicht in Frage kommt." Das sind unangenehme Nachrichten für Kiew. Warschau scheint seine Meinung geändert zu haben und braucht die Ukraine nun nicht mehr in der NATO. Warum auch, wenn Polen die Rolle der Abschreckung der Bedrohung aus dem Osten erfüllen kann, wofür es enorme Mittel erhält, nämlich all das, was die Ukraine jetzt erhält, aber ohne Krieg mit Russland. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft hat kürzlich einen ernsthaften Anlass gegeben, darüber nachzudenken, wie viel das kostet und wer wie viel zahlt. Es zeigte sich, dass Europa Kiew doppelt so viel Finanzhilfe gegeben hat, wie die USA: 156 Milliarden gegenüber 70 Milliarden. Das zeigt, dass die Sanktionen nicht funktionieren und dass es nicht gelingt, Russland wirtschaftlich oder militärisch zu brechen. Washington hat [...] begonnen, seine Beteiligung an dem gescheiterten Projekt zu reduzieren und es seinen Verbündeten zu überlassen, den größten Teil der Verluste zu tragen. Ende der ÜbersetzungLESERPOST
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