UDO  PROKSCH

["Serge Kirchhofer"]

29.5.1934-27.6.2001

[Udo Proksch 1990, Zeichnung]

Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1934
29. Mai: Rudolf Udo Proksch wird als Sohn der Eheleute Rudolf und Anna Elisabeth Proksch in Rostock geboren.
Über seine Kindheit und Jugend ist nichts verläßliches in Erfahrung zu bringen.*

1954-58
Proksch studiert an der Akademie für angewandte Kunst in Wien Industrie-design.
Ein Fach, dessen Sinn und Zweck sich Dikigoros nie so recht erschlossen hat; aber eine seiner Schwiegernichten hat es auch studiert, und es scheint seinen Mann (bzw. seine Frau :-) zu ernähren.

1958-1974
Proksch nimmt den Künstlernamen "Serge Kirchhofer" an und arbeitet zunächst als Designer, seit 1968 als "Art Director" für die Wilhelm Anger OHG. Seine teuren Schickimicki-Brillen-Modelle finden vor allem in "besseren Kreisen" großen Anklang.
Auch das vermag Dikigoros mangels "höherer Weihen" nicht nachzuvollziehen; für ihn sind Brillen Gebrauchsgegenstände, bei denen es - entgegen einem berühmten Film mit Marilyn Monroe - nicht darauf ankommt, wie man mit ihnen aussieht, sondern wie man mit ihnen sieht. (Ebenso wie es seiner Frau nicht darauf ankommt, wie eine Handtasche aussieht, sondern wie robust sie ist und wieviel man in ihr unterbringen kann :-)

1962
Proksch heiratet die aus Böhmen stammende Schaupielerin Erika Pluhar. (Aus der Ehe - die 1967 geschieden wird - geht eine Tochter hervor.)

1967/68
Proksch ist in 2. Ehe kurzzeitig mit Daphne Wagner - einer Urenkelin von Richard Wagner - verheiratet. (Die Ehe bleibt kinderlos.)

1969
Januar: Proksch heiratet in 3. Ehe Ariane Glatz. (Aus der Ehe geht ein Sohn hervor.**)
Proksch gründet - zusammen mit seiner Ex-Frau Erika und Chaim Zink ("Helmut Zilk"), einem Spion des tschecho-slowakischen Auslandsgeheimdienstes StB*** ("IM Holek"), Protégé des jüdischen Sonnenkönigs Bundeskanzlers in spe Bruno Kreisky und Wiener Bürgermeister in spe - den "Verein der Freunde der Senkrecht-Bestattung". (Werbeslogan: "Wir lassen uns nicht aufs Kreuz legen!")
(Darüber kann man sich mokieren - und viele seiner Kritiker haben das ja auch ausgiebig getan -; aber in Anbetracht der Überfüllung österreichischer Friedhöfe im allgemeinen und Wiener Friedhöfe im besonderen ist die Idee, Särge senkrecht in die Ende einzulassen und dadurch Platz zu sparen, doch gar nicht so abwegig - oder?)

1970
März: Kreisky wird Bundeskanzler.

1972
Proksch wird - erneut unter dem Namen "Serge Kirchhofer" - Prokurist der Hofzuckerbäckerei Demel.
Er kauft sich überdies mit einem 10%igen Anteil ein. (In der Fantasie der Journaille - und einiger Biografen, die darauf herein fallen - wird daraus, daß er Demel vollständig gekauft habe :-)

1974
Proksch richtet im Stockwerk über der Hofbäckerei Demel den "Club 45" ein, wo er mit korrupten Politikern der SPÖ-Regierung kungelt, vor allem mit Verteidigungminister (seit 1971) Karl Lütgendorf, der ihm ausrangierte Panzer, Flugzeuge u.a. Waffen nebst Munition für seine Wehrsportgruppe seinen gemeinnützigen Verein "Civil und Militär [CUM]" verschafft.

1975
Proksch beginnt einen schwunghaften Handel mit Waffen und Munition; er exportiert vor allem in den Nahen Osten.
Ob er das alleine, d.h. auf eigene Rechnung tut, oder im Auftrag korrupter SPÖ-Politiker - vor allem des Verteidigungsministers - oder womöglich sogar im Regierungsauftrag, kommt nie heraus.****

1976
Proksch chartert den Frachter Lucona, belädt ihn - angeblich - mit einer gut versicherten (auf umgerechnet über 30 Millionen DM) Uranmühle und schickt ihn auf große Fahrt gen Osten.

1977
Januar: Die Lucona sinkt im Indischen Ozean mit Mann und Maus. (Genauer gesagt mit 6 Mann. 6 Mäuse weitere Männer der insgesamt 12-köpfigen Besatzung können sich wie durch ein Wunder auf einem Floß retten.)
Proksch ist untröstlich, da die Versicherung die Regulierung des Schadens verweigert.
Sie behauptet, die Lucona habe gar keine Uranmühle, sondern nur Schrott geladen gehabt. (Woher sie das weiß? Das fragt sich Dikigoros auch - weshalb hat sie die Ladung dann überhaupt versichert?!?)

1981
Proksch's Spezi Lütgendorf - der bereits vier Jahre zuvor unter dem Verdacht, in illegale Waffengeschäfte verwickelt zu sein, "freiwillig" zurück getreten worden war - begeht Selbstmord (oder wird erselbstmordet :-) und nimmt seine Geheimnisse mit ins Grab.

1983
Nachdem die SPÖ bei den Nationalratswahlen ihre absolute Mehrheit verloren hat, tritt Proksch's Spezi Kreisky als Bundeskanzler zurück.
Proksch verliert damit aber noch nicht seine allerhöchste Protektion, da die SPÖ in einer Koalitionsregierung weiter an der Macht bleibt.

1985
Februar: Proksch und sein Spezi Hans-Peter Daimler (aus der Familie des berühmten Automobil-Pioniers) werden verhaftet, jedoch auf Veranlassung des jüdischen Innenministers Karl Blecha (SPÖ) und mit dem ausdrücklichen Segen seines jüdischen Parteigenossen und Bundeskanzlers Fred Sinowatz (Zitat: "Wenn im Indischen Ozean ein Schiff untergeht - was geht das die Regierung an?") umgehend wieder auf freien Fuß gesetzt.
Dezember: Die Zeitschrift Basta veröffentlicht Material, aus dem sich ergibt, daß die Rüstungsfirma Noricum - Tochter des staatlichen Stahlkonzerns VÖEST - im seit 1980 andauernden Krieg zwischen Irān und Irāq beide Seiten mit Artillerie beliefert hat. Das ganze wird zum Skandal aufgebauscht.
Wie Dikigoros aus zuverlässiger Quelle weiß, haben bundesdeutsche Firmen das ebenso gehalten (Leser seiner "Reisen durch die Vergangenheit" erinnern sich vielleicht, daß er damals für einen Verband tätig war, dessen Mitgliedsfirmen dafür bekannt waren, den Export-Kontrolleuren in Eschborn eine Nase zu drehen :-), ohne daß dies zu irgendwelchen juristischen Konsequenzen geführt hätte. Dagegen werden in der RÖ Jahre später - der "Erste Golfkrieg" ist längst vorbei, es gibt also nichts mehr zu verdienen - in einem Prozeß unter Ausschluß der Öffentlichkeit, dessen Akten bis heute unter Verschluß gehalten werden, die Haupttäterverantwortlichendächtigen - Sinowatz und Ex-Nationalratspräsident Gratz - freigesprochen, die übrigen Angeklagten aus Politik und Wirtschaft augenzwinkernd zu symbolischen Bewährungsstrafen verurteilt.
Eine etwaige Beteiligung Prokschs, wie sie nachträglich von einigen Seiten kolportiert wird, als er längst aus anderen Gründen vor Gericht steht - s.u. -, ist nicht Gegenstand des Verfahrens.

1987
Dezember: Hans Pretterebner veröffentlich "Der Fall Lucona". Darin legt er ausführlich dar, daß Proksch und seine Komplizen die Lucona durch eine Sprengstoff-Explosion zum Sinken brachten, um - unter billigender Inkaufnahme des Todes von Besatzungsmitgliedern - die Versicherungssumme zu kassieren.
Zunächst war kein Verlag bereit, das Buch herauszugeben, und kein Bücherladen wollte es verkaufen. Prettenbauer druckte es im Selbstverlag und verschickte die 1. Auflage umsonst (gratis, sed non frustra :-) an "Influencer" in ganz Österreich. Erst nachdem sich sein Standpunkt durchgesetzt hatte, sollte das Buch ab der 2. Auflage zum Bestseller werden.)


1988
Januar: Wer noch Restzweifel an der Richtigkeit der von Pretterebner erhobenen Anschuldigungen hegt (wie zunächst auch Dikigoros :-) wird eines besseren belehrt, als Proksch außer Landes flieht auf "Geschäftsreise" ins Ausland geht (zunächst nach Indien, dann auf die Pilipinen).
März: Die Staatsanwaltschaft leitet ein Ermittlungsverfahren gegen Proksch ein.
September: Endlich begreift auch der letzte Trottel die österreichische Justiz, daß es sich bei Proksch's "Geschäftsreise" um eine Flucht handelt, und erwirkt bei Interpol einen internationalen Haftbefehl.
November: Der Nationalrat (das Parlament der RÖ) richtet einen Untersuchungsausschuß zum Lucona-Untergang ein.

1989
Juni: Der Untersuchungsausschuß verläuft weitgehend im Sande; immerhin treten Gratz und Blecha höchstvorsorglich "freiwillig" von ihren Ämtern zurück.
Oktober: Nachdem Proksch sich einer Gesichtsoperation unterzogen und falsche Papiere (auf den Namen "Alfred Semrad") besorgt hat, riskiert er die Rückkehr in die RÖ.
Daß er eigentlich gar nicht in die RÖ zurück kehren wollte, sondern bei einer "ungewollten Zwischenlandung den Häschern [...] ins Netz ging", wie der LÜGEL drei Jahre später behaupten sollte, darf man wohl getrost ins Reich der Märchen verweisen, wie so ziemlich alles, was das jüdische Schmierenblatt rote Wochenblatt selbst ernannte "Nachrichten-Magazin" seit Jahrzehnten zu Themen von Belang relotiert reportiert.
Er wird jedoch bei seiner Ankunft auf dem Flughafen Wien erkannt, erneut verhaftet und diesmal auch vor Gericht gestellt.

1991
März: Proksch wird wegen versuchten Betrugs in Tateinheit mit Mord in sechs Fällen und versuchtem Mord in weiteren sechs Fällen zu 20 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Die Staatsanwaltschaft legt Rechtsmittel ein.
Böse Zungen meinen, daß sie sich das hätte sparen können, da angesichts von Proksch's Gesundheitszustand nicht damit zu rechnen sei, daß er noch länger als 20 Jahre zu leben habe. (Sie verkennen, daß befristete Freiheitsstrafen oft wegen hoher Schmiergeldzahlungen "guter Führung" erheblich verkürzt werden, unter Aussetzung der Restzeit auf Bewährung.)
Unterdessen wird der in die BRDDR geflohene H.-P. Daimler in Kiel verhaftet.

1992
Januar: Proksch wird zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt und in die Haftanstalt zu Graz eingewiesen.

1993
Duplizität der Ereignisse: Während in der BRDDR Carlo Rola die mutmaßliche Lebensgeschichte des "Baulöwen" Jürgen Schneider verfilmt (unter dem Titel "Peanuts - die Bank zahlt alles"), verfilmt Gerhard Czepe in der RÖ die mutmaßliche Lebensgeschichte Prokschs (unter dem Titel "Der Fall Lucona").

[Der Fall Lucona - Filmplakat]

In beiden Fällen werden die Namen der Beteiligten geändert - wohl um Verleumdungsklagen der involvierten "Spitzen"-Politiker vorzubeugen). So wird aus Udo Proksch "Rudi Waltz" (gespielt von David Suchet), aus Hans Pretterebner "Hans Strasser" (gespielt von Jürgen Prochnow), aus Verteidigungsminister Karl Lütgendorf "Klaus Weidenfeld" und aus Innenminister Karl Blecha "Kurt Bach".)

1997
Juni: H.-P. Daimler wird vom Landgericht Kiel wegen Beihilfe zum Mord zu 14 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.*****

2001
27. Juni: Udo Proksch wird in Graz zu Tode operiert.
Wie immer, wenn als offizielle Todesursache "Herzversagen" angegeben wird, sind Zweifel angebracht. Angeblich fielen bei einer Herzoperation plötzlich beide Herzklappen aus. Nach anderen Aussagen pfuschten die Narkoseärzte. Dikigoros war nicht dabei; also läßt er das mal dahin stehen.

* * * * *

2009/2010/2011
Nicht alle sind von der Richtigkeit der Recherchen Pretterebners und der gerichtlichen Beweiserhebung voll überzeugt.
Der Staatssender Österreich 1 strahlt "Der Mann, der sich Serge nannte" von Doris Stoisser aus.
Robert Dornhelm dreht den Dokumentarfilm "Udo Proksch - Out of Control".
Ingrid Thurnher veröffentlicht "Auf den Spuren des Udo Proksch".


Darin werden die Ereignisse doch ein wenig anders dargestellt.
Was Dikigoros persönlich glaubt? Ganz einfach: daß der Fall Proksch/Lucona nur die Spitze vom Eisberg einer durch und durch korrupten jüdischen Bonzokratie ist, zu der die Ostmark seit der gewaltsamen Abtrennung vom Reich durch die alliierten Besatzer geworden ist. Verglichen mit anderen RÖ-Skandalen könnte man, analog zum Fall Schneider, geradezu von "Peanuts" sprechen.******


*Seit Proksch wegen Mordes verurteilt wurde, kursieren diesbezüglich die abstrusesten Gerüchte: Seine Eltern seien eingefleischte Nazis gewesen, und er habe eine "NaPoLa" besucht. (Es fehlte nur noch der Hinweis, daß Adolf Hitler persönlich an all seinen Untaten schuld war :-) Angesichts der Liste seiner späteren Kompliz[inn]en - durchweg jüdische Sozialisten - ist es sehr viel wahrscheinlicher, daß seine Eltern Sozialisten waren und mindestens ein Elternteil jüdisch.
Unglaubhaft ist auch die Behauptung, Proksch habe sein Studium nach ein paar Semestern abgebrochen und sei Schweinehirt geworden.
Nicht nachprüfbar ist, ob er - wie verschiedentlich behauptet - persönliche oder geschäftliche Beziehungen zu Brezhnew, Gaddafi, Idi Amin, Kennedy oder sonstigen "Polit-Größen" pflegte oder nicht oder doch.

**Die von einigen Biografen lang und breit erörterte Frage, ob das Proksch's leiblicher Sohn war oder nicht oder doch, ist Dikigoros nur eine Fußnote wert, und auch das nur, um auf die vielleicht nicht allen Lesern bekannte Rechtslage hinzuweisen: Nach österreichischem (und deutschem) Recht gilt jedes Kind, das eine verheiratete Frau gebiert, als Kind ihres Ehemannes. Eine Anfechtung dieses Status ist nur zwei Personen erlaubt: dem Ehemann und dem Kind. Proksch hat die Vaterschaft nie angefochten, und der Sohn wurde bereits im Alter von 6 Jahren bei einem Autounfall getötet, konnte sie also nicht mehr anfechten. Basta.

***Dies ist unstreitig. (Er wurde dafür zum Ehrenbürger von Prag ernannt.) Strittig ist dagegen, ob er zugleich für die US-amerikanische CIA arbeitete - also ein Doppelagent war. Im Zusammenhang mit Proksch ist das vor allem interessant, weil einige Biografen glauben, daß der Untergang der Lucona nur am Rande ein (versuchter) Versicherungsbetrug war, in erster Linie aber eine Spionage-Affäre. Dikigoros will das zwar nicht ganz ausschließen, hält es aber für eher unwahrscheinlich: Welches Motiv sollten der StB oder die CIA gehabt haben, die Lucona zu versenken? (Es sei denn, sie hätte doch eine Uranmühle an Bord gehabt - aber dann wäre es ja kein Betrugsversuch gewesen, und die Katze der Verschwörungstheoretiker würde sich in den Schwanz beißen. Im Strafprozeß gegen Proksch wurde das offenbar für möglich gehalten, sonst hätte das Gericht schwerlich die Bergung des Wracks aus den Tiefen des Indischen Ozeans angeordnet, deren Kosten - wie böse Zungen süffisant anmerkten - erheblich über der Versicherungssumme lagen.) Wer eine Antwort weiß oder zu wissen glaubt, darf ihm jedoch gerne mailen; er wird das dann hier nachtragen.

****Daher schreibt Dikigoros das Folgende nicht im Haupttext, sondern nur in der Fußnote; er kann es jedoch nicht ganz "schlabbern", da es um 1. grundsätzliche und 2. höchst aktuelle [Rechts-]Fragen geht (und er überdies mal wieder seinen Juristenrappel bekommt, wenn er sich durch gewisse Proksch-Biografien liest).

  1. Der Handel mit Rüstungsgütern an sich ist nicht nicht strafbar. Allerdings ist es nach den Gesetzen der RÖ verboten, Waffen in "Kriegs-" und/oder "Spannungs"-Gebiete zu liefern. (Wie auch nach denen der BRD, die freilich ihre NATO-Partner selbst dann beliefern darf, wenn sie Kriege führen, während die RÖ seit dem "Staatsvertrag" von 1955 neutral ist, also noch strengere Maßstäbe anlegen mu[e]ß[te].)
    Was ein "Kriegsgebiet" ist, ist meist unstreitig. Dikigoros erinnert sich noch gut an die beiden Gebiete, auf denen die RÖ damals aktiv war (wohlgemerkt in zulässiger Weise, im Auftrag der edlen UNO, mit so genannten "Blauhelm"-Truppen zur "Friedenssicherung"), nämlich die Golan-Höhen nach dem "Yom-Kippur"-Krieg und Zypern nach der türkischen Invasion. "Spannung" ist dagegen ein dehnbarer Begriff, der - wie die Juristen beschönigend sagen - der "Auslegung" bedarf. (Nur böse Zungen würden behaupten, daß dabei oft mit zweierlei Maß gemessen wird :-) Auch und gerade nach der Beendigung von Kriegen besteht bei den KriegsFriedensführenden meist ein gesteigerter Bedarf an Rüstungsgütern, um ihre Arsenale wieder aufzufüllen, denn nach dem Krieg ist, wie schon die alten Römer wußten, vor dem (nächsten) Krieg, und österreichische Waffenschmieden hatten damals noch einen guten Ruf, vor allem die staatliche VÖEST (vormals Hermann-Göring-Werke) mit ihren Tochter-Gesellschaften, z.B. Noricum - aber darüber schreibt Dikigoros im Haupttext mehr.
    Manche (gut-demokratische) Regierungen, die mit den Regierungen anderer (womöglich "Schurken"-)Staaten offiziell keine Geschäfte machen wollen - vielleicht nichtmal diplomatische Beziehungen zu ihnen unterhalten - bedienen sich dafür gerne "privater" Mittelsmänner - auch das ist an sich nicht strafbar, ebenso wenig, daß letztere dafür eine Provision erhalten.
    À propos: Außerdem bestand (und besteht) ja immer noch die Möglichkeit, Waffen gegen ein kleines Bestechungsgeld eine kleine Provision offiziell in gut-demokratische Staaten, wo es keine "Spannungen" gab - bevorzugt wurden damals Italien, Jordanien und Libyen (!) - zu exportieren; wohin diese sie dann weiterleiteten, brauchte man ja nicht zu wissen und konnte seine Hände in Blut baden Unschuld waschen.
  2. Jüngeren Semestern mag dieser Streit wie ein absurdes Märchen aus längst vergangener Zeit vorkommen - ist es aber nicht. Absurd ist vielmehr, daß im 21. Jahrhundert überhaupt nicht mehr gestritten wird, wenn in Staaten, wo - jedenfalls auf dem Papier - noch immer Gesetze gegen den Waffen-Export in Kriegsgebiete bestehen, gegen diese aufs krasseste verstoßen wird, und zwar nicht nur heimlich von irgendwelchen Privatleuten oder Firmen, sondern ganz offen und hochoffiziell von den Regierenden.
    Als anno 2014 die gewählte Regierung der Ukraïne durch einen - von den USA inszenierten - Putsch gestürzt wurde und das jüdische Verbrecherregime, das daraufhin in Kijiw die Macht ergriff, einen Krieg gegen die russisch-orthodoxe Bevölkerung im Donetsbecken begann, hatte das Berliner Verbrecherregime die BRDDR-Regierung nichts eiligeres zu tun als ersterem zu diesem ihrem löblichen Tun Waffenlieferungen in unbegrenzter Menge zuzusagen. Diese Zusage wurde zwar zunächst nur teilweise eingehalten; aber als acht Jahre später - knapp 40.000 Zivilisten waren tot und mehr als 10 Millionen ins Ausland geflohen - der russische Präsident Putin sich endlich aufraffte, jenem Völkermord ein Ende zu bereiten und Truppen zur Befreiung seiner Landsleute in die Ostgebiete der Ukraïne - die sich inzwischen mit überwältigender Mehrheit erst für unabhängig erklärt und dann für eine Wiedervereinigung mit Rußland gestimmt hatten - einmarschieren ließ, wurde die bis dahin doch etwas stiefmütterlich behandelte brdische Rüstungsindustrie wieder auf Touren gebracht, um Kijiw um jeden Preis - auch den des Zusammenbruchs der eigenen Wirtschaft und der eigenen Sozialsysteme, d.h. Verarmung breiter Bevölkerungsschichten - mit Kriegswaffen zu beliefern. Und? Hat das schon jemand einen "Skandal" genannt? Hat es Strafprozesse gegen die Verantwortlichen gegeben? Baumeln der Oberscholz, Friederich der Wüterich und ihre Helfershelfer[innen] schon? Bei der Machtergreifung des letzteren waren auf beiden Seiten zusammen bereits an die 2 Millionen Soldaten gefallen und noch einmal so viele lebenslang verkrüppelt, zusammen also ca. 6 Millionen Kriegsopfer (eine Million mal soviel wie Proksch Mäuse Matrosen versenkt haben soll)! Aber was zählen schon Menschenleben? Money makes the world go 'round, nicht wahr, Mrs. Nudelmann Nuland? Um wieviel Geld soll Proksch die Versicherung zu betrügen versucht haben? Umgerechnet 30 Millionen DM? Um wieviel Geld sollte Es-geht-abmerz die brdischen Steuerzahler allein in seinem ersten Regierungjahr betrügen bereichern, indem er sie mit einem "Sondervermögen" zur Finanzierung von Waffenexporten an das Krieg führende Regime in Kijiw beglückte? 90 Milliarden Euro. Und selbst wenn man berücksichtigt, daß 1.- € anno 2025 kaum noch soviel wert war wie 1.- DM anno 1976, wäre das... Moment... dreißig Millionen mal soviel wie Proksch zu ergaunern versucht haben soll. Noch Fragen? Ach so - wie lange das noch so weitergehen soll? Wenn man Dikigoros fragen würde: keinen Tag mehr! Aber einen "Peacemonger" wie ihn fragt man ja nicht. Also wird es wohl weitergehen bis zum letzten Ukrainer...

*****Ein durch und durch schäbiges - aber nicht ungewöhnliches - Verfahren: Das Gericht war - wie schon die Gerichte in der RÖ - nicht in der Lage, aufzuklären, wie - d.h. wann und von wem - der Sprengstoff, mit dem die Lucona versenkt wurde, an Bord gebracht, geschweige denn, wie er zur Explosion gebracht wurde. (Die Vermutung, diese sei per "Fernzündung" ausgelöst worden, ist abwegig, da technisch nicht machbar.) Der Möglichkeit, daß etwa eines der auf wundersame Weise überlebenden Besatzungsmitglieder dies getan haben könnte - und vielleicht doch im Auftrag irgendwelcher Geheim- oder sonstiger "Dienste" oder gar der Mafia - wurde nicht ernsthaft nachgegangen. Daimler - der von einem Versicherungsbetrug wohl nicht persönlich profitiert hätte - war jedoch dumm genug, die Fälschung der Frachtpapiere einzuräumen und sich erpressen zu lassen: Er könnte wegen Mittäterschaft am Mord zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe verurteilt werden, wenn er nicht einen "Deal" mit der Staatsanwaltschaft machte: Er würde ein (wie sein Anwalt später behauptete: falsches) Geständnis ablegen, dabei Proksch als Haupttäter belasten und dafür selber "nur" wegen Beihilfe angeklagt und verurteilt werden. Damit wurde immerhin erreicht, daß Proksch - der bis zuletzt alles hartnäckig abstritt - kein Wiederaufnahmeverfahren mit Aussicht auf Erfolg anstrengen konnte, denn nunmehr hatte die österreichische Justiz endlich einen "Kronzeugen".

******Damit meint Dikigoros nicht nur die innerhalb der RÖ begangenen Verbrechen. (Auch Proksch's mutmaßlich schwerste Straftat fand ja weit entfernt im Indischen Ozean statt.) Er erlaubt sich, das anders zu sehen als Sinowatz: Für ihn zählen zu den schlimmsten Verbrechen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Völkermord an Millionen Weißen im südlichen Afrika durch schwarze Terror-Regimes, die maßgeblich von dem anti-weißen Rassisten Kurt Waldheim in seiner Eigenschaft als UN-Generalsekretär angestiftet und unterstützt wurden, sowie die weltweiten Terroranschläge der islamischen PLO (und ihrer Ableger) unter dem Araber Muħammäd 'Yāsir' 'Arafāt, die maßgeblich von dem Zerstreuungsjuden und Israel-Hasser Bruno Kreisky - der dessen persönlicher Freund und Intimus war - unterstützt wurden.

Was sind dagegen 6 tote MäuseMatrosen?


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