Experiment Mensch

Bis zum Beginn gezielter archäologischer Ausgrabungen in Mesopotamien, dem "Land zwischen den Flüssen" Tigris und Euphrat, vor etwa 150 Jahren, war das Alte Testament die einzige Quelle für Informationen über die assyrischen und babylonischen Reiche, ihre großen Städte und stolzen Könige. Als frühere Gelehrte den Wahrheitsgehalt der biblischen Daten hinsichtlich der Existenz von solchen Königreichen vor 3000 Jahren erwogen, wurde ihre Leichtgläubigkeit durch die biblische Behauptung, daß das Königreich noch früher mit einem "mächtigen Jäger von Jahwes Gnaden" namens Nimrod begann, noch weiter strapaziert; Und daß es in grauer Vorzeit königliche Hauptstädte (und damit eine fortgeschrittene Zivilisation) im "Land von Shineàr" gab. Diese Behauptung war mit der noch unglaublicheren Geschichte des Turmes zu Babel verbunden (Genesis Kapitel 11), als die Menschen mittels Tonziegel mit der Errichtung eines "Turmes, dessen Spitze die Himmel erreichen kann" begannen. Der Ort war eine Ebene in dem "Land von Shine΄ar".

Dieses "mythische" Land wurde gefunden, seine Städte wurden von Archäologen freigelegt, seine Sprache und Texte dank des Hebräischen und ihres Vorläufers, des Akkadischen, entschlüsselt, seine Monumente, Skulpturen und Kunstwerke in den großen Museen der Welt gesichert. Heutzutage nennen wir dieses Land Sumer; seine Bürger nannten es Shumer ("Land der Wächter"). In das alte Sumer müssen wir gehen, um die biblische Schöpfungsgeschichte und die göttlichen Begegnungen im frühgeschichtlichen Nahen Osten zu verstehen; denn dort ist es, in Sumer, wo die Aufzeichnungen jener Ereignisse begannen. Sumer war das Land, in dem die erste bekannte und vollständig dokumentierte Zivilisation nach der Sintflut entstanden ist, die plötzlich, vor etwa 6.000 Jahren, auftauchte.

Es begann alles, so erfahren wir aus verschiedenen Texten, vor sehr langer Zeit mit der Landung einer Gruppe von fünfzig ANUNNAKI – ein Begriff, der wörtlich "Jene, die vom Himmel auf die Erde kommen" bedeutet – in den Gewässern des Persischen Golfs oder des Arabischen Meeres. Sie wateten unter der Führung von E.A ("dessen Heim das Wasser ist",), einem brillianten Wissenschaftler, an den Strand und gründeten die erste außerirdische Kolonie auf Erden, die sie E.RI.DU ("Haus in der Ferne erbaut") nannten. Andere Siedlungen folgten aufgrund der Mission der Besucher: durch Filtern der Gewässer des Persischen Golfs Gold zu erhalten –Gold, das dringend auf dem Heimatplanten der Anunnaki benötigt wurde, damit ihre schwingende Atmosphäre durch einen Schild von gelösten Goldpartikeln geschützt werden konnte. Als sich die Expedition ausbreitete und die Handlungen in gang gesetzt wurden, erhielt E.A. den zusätzlichen Titel und das Epithet EN.KI – "Herr der Erde".

Darin, in den Sars, liegt das Geheimnis der scheinbaren Unsterblichkeit der vorgeschichtlichen "Götter". Ein Jahr, laut Definition, ist die Zeit, die der Planet, auf dem jemand lebt, benötigt, um einmal um die Sonne zu kreisen. Die Umlaufbahn von Nibiru dauert 3600 Erdenjahre; aber für die, die auf Nibiru leben, ist das nur eines von ihren Jahren. Die Sumerer und andere Texte aus dem Nahen Osten sprechen sowohl vom Leben als auch vom Sterben jener Götter; es ist nur so, daß in den Augen der Erdlinge (denn das ist, wörtlich genommen, was Adam im Hebräischen wörtlich bedeutet - Adam, "Er von der Erde") die Lebenszyklen der Anunnaki unsterblich erschienen.

Die Anunnaki kamen auf der Erde 120 Sars vor der Sintflut an – 432.000 Erdenjahre vor jener Wasserlawine, die einen Wendepunkt in mehr als nur Physikalischer Hinsicht darstellte. Der Mensch, Der Adam, war noch nicht auf der Erde, als die Anunnaki eintrafen. Über 40 Sars plagten sich die Anunnaki, die zu den Abzu gesandt wurden, damit, Gold abzutragen; Doch dann meuterten sie. Ein Text in Akkadisch (der Muttersprache von Babylonisch, Assyrisch und Hebräisch), Atra Hasis genannt, beschreibt die Meuterei und die Gründe für sie in anschaulichen Einzelheiten. Enlil rief nach Disziplinarmaßnahmen, um die Anunnaki zum Weiterarbeiten zu zwingen und die Anstifter der Meuterei zu bestrafen. Enki war für Milde. Anu wurde befragt; er sympathisierte mit den Meuterern. Wie sollte dieser Konflikt gelöst werden?

Enki der Wissenschaftler, hatte eine Lösung. Laßt uns einen niederen Arbeiter erschaffen, sagte er, der die mühevolle Arbeit ausführen wird. Die anderen anwesenden Führer der Anunnaki wunderten sich: Wie kann ein Adamu erschaffen werden? Worauf Enki diese Antwort gab:

Die Kreatur deren Name Du äußerst, sie existiert!

Er fand das "Wesen" - eine Hominiden, ein Produkt der irdischen Evolution – im südöstlichen Afrika, "oberhalb der Abzu". Alles, was wir tun müssen, um einen intelligenten Arbeiter daraus zu machen, fügte Enki hinzu, war "ihn an das Bild der Götter zu binden".

Im Kapitel I der Genesis ist die Diskussion, die zu diesem Entschluß führte, in einem Vers zusammengefaßt: "Und Elohim sagt: Laß uns Adam nach unserem Bilde machen, nach unserem Gleichnis:" Und mit der angedeuteten Zustimmung der Anwesenden "Uns", wurde die Aufgabe ausgeführt: "Und Elohim erschuf Adam nach seinem Bilde; nach dem Bilde der Elohim erschuf ihn".

In einem Labor namens Bit Shimiti – "Haus, wo der Wind des Lebens eingehaucht wird" – wurde die "Essenz" des Blutes von einem jungen Anunnaki-Mann mit dem Ei eines weiblichen Homo erectus gemischt. Das befruchtete Ei wurde danach in die Gebärmutter einer Anunnaki-Frau eingepflanzt. Als nach einer gespannten Zeit des Wartens der "Model-Mensch" geboren wurde, hielt Ninmah das Neugeborene hoch und rief: "Ich habe geschaffen! Meine Hände haben es gemacht!"

Sumerische Künstler stellten diesen atemberaubenden Augenblick auf einem Zylindersiegel dar, als Ninmah/Ninti das neue Wesen für alle sichtbar emporhielt. Damit ist dies, festgehalten in einer Gravierung auf einem kleinen Steinzylinder, die gemalte Aufzeichnung der ersten Göttlichen Begegnung!

Der Adam, wie eine Version der Genesis erzählt, wurde tatsächlich alleine erschaffen. Doch

Sobald dieser Modell-mann die Richtigkeit der Schöpfung von "Retortenbabys" bewiesen hatte, wurde ein Projekt der Massenreplikation gestartet. Nachdem sie noch mehr Mixturen des TI.IT – "Das, was mit Leben ist ", den biblischen "Ton" – genetisch herstellen, um

primitive Arbeiter beiderlei Geschlechts zu produzieren, legte Ninmah sieben Klumpen des "Tons" in eine "männliche Form" und sieben in eine "weibliche". Die befruchteten Eier wurden dann in die Gebärmuttern von weiblichen Anunnaki-Geburtsgöttinnen eingepflanzt. Auf diesen Prozeß des Gebärens von sieben männlichen und sieben weiblichen "Mischlingen" während jeden Durchlaufs bezieht sich die "Elohist Version" (wie die Gelehrten sie nennen) der Genesis, wenn sie erklärt, daß, als die Menschheit von Elohim erschaffen wurde, "er sie männlich und weiblich erschuf".

Das hebräische Wort für Schlange in der Genesis ist Nahash. Der Begriff hatte jedoch zwei weitere Bedeutungen. Er kann "Er, der Geheimnisse kennt oder löst" bedeuten; er kann ebenso für "Er aus Kupfer" stehen. Die beiden letzten Bedeutungen scheinen von dem sumerischen Epithet für Enki, BUZUR, zu stammen, welches sowohl "Er, der Geheimnisse löst" und "Er von den Metallminen" bedeutet. Tatsächlich war das gängige sumerische Symbol für Enki das der Schlange. In einer früheren Arbeit (Am Anfang war der Fortschritt) haben wir vermutet, daß das verwandte Symbol der verschlungenen Schlangen, das Symbol der Heilung bis zu diesem Tag überdauert hat, von der Doppelhelix der DNA (und somit von genetischer Herstellung) bereits im alten Sumer beeinflußt wurde. Wie wir später zeigen werden, führte Enkis Gebrauch von Gentechnologie im Garten von Eden ebenfalls zu dem Doppelhelix-Motiv in Darstellungen des Lebensbaumes. Enki vermachte sein Wissen und dieses Symbol seinem Sohn Ningishzida den wir als den ägyptischen Gott Thoth identifiziert haben; Die Griechen nennen ihn Hermes; sein Stab trug das Emblem der verschlungenen Schlangen.

Frage irgend jemanden, wo Adam erschaffen wurde, und die Antwort wird aller Wahrscheinlichkeit nach sein: im Garten Eden. Aber das ist nicht der Ort, an dem die Geschichte der Menschheit beginnt.

Solch eine Folge von Ereignissen, die den Beginn der menschlichen Vermehrung aus einer einzigen, ursprünglichen Mutter nicht in das mesopotamischen Eden, sondern in den Abzu im südöstlichen Afrika plaziert, werden nun durch wissenschaftliche Entdeckungen, die zu den "Jenseits von Afrika" – Theorien, hinsichtlich Ursprung und Ausbreitung der Menschheit, geführt haben, völlig bestätigt. Nicht nur Fossilienfunde der frühesten Hominiden, sondern auch genetische Beweise hinsichtlich der Endlinie des Homo sapiens bestätigen Südost-Afrika als die Gegend, aus der die Menschheit stammt. Und was den Homo sapiens angeht, so haben anthropologische und genetische Forschungen eine "Eva"- eine einzelne Frau, von der alle heutigen Menschen abstammen – in dieser Gegend vor etwa 200 000/250 000 Jahren plaziert. (Diese Funde, zuerst auf mitrochondialer DNA basierend, die nur über die Mutter von Generation zu Generation weitergegeben wird, wurden 1994 durch genetische Forschungen mit Kern-DNA, (die von beiden Eltern vererbt wird, bestätigt.) Von dort aus erreichten später die verschiedenen Zweige des Homo sapiens (Neandertaler, Cro-Magnon) Asien und Europa. Daß das biblische Eden ein und derselbe Ort war, der von den Anunnaki besiedelt war und zu dem sie die primitiven Arbeiter aus dem Abzu brachten, versteht sich aus sprachwissenschaftlicher Sicht beinahe von selbst. Der Name Eden, so zweifelt fast niemand mehr, stammt von dem sumerischen E.DIN, vermittelt über die Verbindung Edinnu im Akkadischen (der Muttersprache des Assyrischen, Babylonischen und Hebräischen). Außerdem liefert die Bibel durch die Beschreibung des Wasserüberflusses im Paradies (ein eindrucksvoller Aspekt für Leser in einem Teil des Nahen Ostens, der vollkommen von der kurzen Regenzeit im Winter abhängig ist) mehrere geographische Hinweise, die ebenfalls auf Mesopotamien deuten, sie behauptet, daß der Garten Eden an der Spitze einer Gegend gelegen hätte, die als Zusammenfluß von vier Flüssen dient.

Es ist klar, daß zwei der Flüsse das Paradies, der Hiddekel und der Prath, zwei Hauptflüsse in Mesopotamien sind (sie gaben dem Land den Namen, der "das Land zwischen den Flüssen" bedeutet), Tigris und Euphrat genannt. Es herrscht völlige Übereinstimmung zwischen allen Gelehrten, daß der biblische Name für diese beiden Flüsse aus dem Sumerischen (über das Akkadische als Zwischenglied) stammt: Idilbat und Purannu.

Die mesopotamischen Schöpfungs-Texte liefern nicht nur die Antwort auf das Rätsel, wer die verschiedenen Gottheiten, die an der Erschaffung Adams beteiligt waren, gewesen sind und die Bibel veranlaßte, das plurale Elohim ("Die Göttlichen") in einer monotheistischen Version der Ereignisse zu benutzen und das "Uns" in "Laßt uns den Menschen nach unserem Bilde, nach unserem Gleichnis schaffen" beizubehalten; sie liefern auch den Hintergrund für dieses Vorgehen. Die Beweise lassen wenig Zweifel daran, daß die Elohim der Genesis die die sumerischen Anunnaki oder DIN.GIR waren. Sie waren es, denen das Kunststück der Erschaffung des Adams zugeschrieben wurde, und es waren ihre verschiedenen (und oft gegensätzlichen) Führer – Anu, Enki, Enlil, Ninmah – die die "Uns" waren, denen der erste Homo sapiens begegnete.

Die Vertreibung aus dem Garten Eden beendete das erste Kapitel in dieser Beziehung. Der Verlust des Paradieses aber die Erlangung von Kenntnis und Zeugungsfähigkeit brachte es mit sich, daß die Menschheit von nun an dazu bestimmt war, an die Erde gebunden zu sein:

Im Schweiße Deines Angesichtes

Sollst Du Brot essen,

bis Du zur Erde zurückkehrst,

von der Du genommen bist.

Denn Staub bist Du

Und zu Staub sollst Du zurückkehren.

Konnten Adam und Eva sprechen, und in welcher Sprache unterhielten sie sich mit Gott? Bis vor einigen Jahrzehnten behaupteten moderne Gelehrte, daß die menschliche Sprache mit dem Cro-Magnon-Mensch vor etwa 35 000 Jahren begann, und daß sich die Sprachen örtlich in den verschiedenen Stämmen nicht früher als vor 8000 bis 12 000 Jahren entwickelten.

Dies entspricht nicht der biblischen Sichtweise, nach der Adam und Eva in einer verständlichen Sprache miteinander sprachen, und daß vor dem Turm zu Babel "die gesamte Erde eine Sprache und eine Art von Worten besaß".

Nicht für die Vertreibung aus dem Paradies, ein beliebtes Thema für Predigten über "den Fall des Menschen", war der Grund, die Menschheit durch die Sintflut vom Angesicht der Erde wegzuwischen, es war vielmehr die unglaubliche Tat des Brudermordes. Als die ganze Menschheit aus vier Personen bestand (Adam, Eva Kain und Abel), brachte ein Bruder, den anderen um!

Die Ereignisse, wie sie in dem Buch von Adam und Eva aufgezeichnet sind, beschriebt dann die Geburt von Sheth (was im Hebräischen "Ersatz" bedeutet) "an Stelle von Abel". Wo nun Abel tot und Kain verbannt war, war Seth (wie sein Name in Übersetzungen der Bibel buchstabiert wird) der Erbe und Nachfolger Adams. So kam es, daß, als Adam krank wurde und dem Tode nahe war, er Seth offenbarte, "was ich hörte und sah, nachdem deine Mutter und ich aus dem Paradies vertrieben worden waren".

Und es kam zu mir der Erzengel Michael,

ein Gesandter Gottes.

Und ich sah einen Wagen wie der Wind,

und seine Räder waren wie in Flammen.

Und ich wurde emporgehoben

In das Paradies der Gerechten

Und sah den Herrn sitzen;

Aber sein Gesicht war ein flammendes Feuer,

das nicht ertragen werden konnte.

Obwohl er den Ehrfurchterregenden Anblick nicht aushalten konnte, vernahm er Gottes Stimme, die ihm sagte, daß er sterben müsse, weil er im Garten Eden gesündigt hatte. Dann nahm der Erzengel Michael Adam von der Vision des Paradieses fort und brachte ihn dahin zurück, von wo er gekommen war. Zum Abschluß des Berichtes ermahnte Adam Seth, Sünden zu vermeiden, gerecht zu sein und Gottes geboten und Gesetzen zu folgen, die Seth und seinen Nachkommen überliefert werden, "wenn der Herr in Flammen des Feuers erscheinen wird".

Da der Tod von Adam das erste natürliche Verscheiden eines Sterblichen war, wußten Eva und Seth nicht, was sie tun sollten. Sie nahmen den sterbenden Adam und trugen ihn zu der "Gegend des Paradieses" und saßen dort an den Toren zum Paradies bis Adams Seele seinen Körper verließ. Sie saßen verwirrt, trauernd und weinend. Dann verdunkelten sich die Sonne und der Mond und die Sterne, "die Himmel öffneten sich", und Eva erblickte himmlische Visionen. Als sie ihre Augen emporhob, sah sie einen "Wagen von Licht vom Himmel kommen und von vier hellen Adlern getragen". Und sie hörte, wie der Herr die Engel Michael und Uriel anwies, Leinentücher zu bringen und sowohl Adam als auch Abel (der noch nicht begraben worden war) einzuhüllen; so wurden Adam und Abel für das Begräbnis geweiht und beerdigt, "gemäß dem Gebot Gottes, an der Stelle, wo der Herr den Erdstaub erhielt" zur Erschaffung Adams. Die Geschichte ist wohl dokumentiert in der sumerischen Literatur, Gelehrte nennen sie Den Mythos von ZU. Er berichtet von Ereignissen, die nach der Umgestaltung des Kommandos auf der Erde stattfanden, mit einer reichlichen Produktion von Golderzen in den Abzu unter Enkis Leitung und ihrer Verarbeitung, Schmelzung und Veredelung im Edin unter Enlils Aufsicht. Sechshundert Anunnaki sind mit all diesen Tätigkeiten auf der Erde beschäftigt; andere dreihundert (die IGI.GI, "die, die beobachten und sehen") bleiben oben, bemannen die Raumfähre und das Raumschiff, die das gereinigte Gold nach Nibiru transportieren. Das Kontrollzentrum befindet sich in Enlils Hauptquartier in Nippur; es wird DUR.AN.KI genannt, "Die Bindung Himmel-Erde". Dort auf einer errichteten Plattform, werden die lebenswichtigen Instrumente, himmlische Karten und das Umlaufbahndaten-Schaltbrett ("Tafeln der Schicksale") in der DIR.GA gehalten, einem verboten gehaltenen innersten Allerheiligtum.

Die Exekution von Zu wurde auf altertümlichen gemeißelten Reliefs, die in Zentral-Mesopotamien gefunden wurden, dargestellt. Das passierte alles lange bevor die Menschheit erschaffen worden war; aber wie diese Schriften zeigen, wurde die Geschichte in nachfolgenden Jahrtausenden aufgezeichnet und war bekannt. Falls es dies war, woher Kain das Wissen zum Töten hatte, war Jahwes Wut verständlich, denn Zu wurde nach einem Prozeß getötet; Abel wurde ermordet.

Sumerische Schriften, der Ursprung und die Inspiration für die Geschichten der Bibel, füllen nicht nur die dürftigen biblischen Versionen mit Details; sie liefern auch den Hintergrund für das Verständnis der Ereignisse. Ein weiterer Aspekt der menschlichen Erfahrung, bis zu diesem Zeitpunkt, kann durch die göttlichen Aufzeichnungen erklärt werden. Die Sünden von Adam/Eva und Kain werden durch nichts strengeres als die Vertreibung bestraft. Auch das scheint eine Anunnaki-Art der Bestrafung, der erschaffenen Menschen zu sein. Sie wurde einst Enlil selbst zu bemessen, der ein junges Anunnaki-Kindermädchen vergewaltigte (das am Ende seine Frau wurde).

Gemäß der sumerischen Königslisten vergingen seit der Ankunft der Anunnaki auf der Erde, bis zur Sintflut 120 Sars ("Göttliche Jahre" oder Umlaufbahnen von Nibiru), die 432 000 Erdenjahren gleichen. Im Kapitel 6 der Genesis, in der Einleitung von Noah und der Sintflut, wird die Zahl "einhundertzwanzig Jahre" auch angegeben. Es wurde generell behauptet, daß es sich auf die Grenze bezieht, die Gott der Länge eines Menschenlebens gesetzt hat; aber wie wir in Der 12. Planet gezeigt haben, lebten die Herrscher nach der Sintflut viel länger – Sem, der Sohn Noahs, 600 Jahre; sein Sohn Arpakhsad 438, sei Sohn Shelach 433, und so weiter bis Terah, Abrahams Vater, der 205 Jahre wurde. Ein aufmerksames Lesen der biblischen hebräischen Verse, vermuten wir, sprach sogar von den Jahren der Gottheit, die bis zu diesem Zeitpunkt 120 Jahre alt geworden war – eine Zählung von göttlichen Jahren, nicht jener von Erdlingen.

Von jenen 432 000 Erdenjahren waren die Anunnaki alleine 40 Sars auf der Erde, als sich die Meuterei ereignete. Dann, etwa 288 000 Erdenjahre vor der Sintflut, das heißt vor ungefähr 300 000 Jahren, erschufen sie den Primitiven Arbeiter. Nach einem Intervall, dessen Länge in jenen Quellen nicht angegeben wird, gaben sie dem neuen Wesen die Fähigkeit zu zeugen und schickten das Erste Paar nach Südostafrika zurück.

Enosh: "Er, der menschlich ist."

Wer war dieser Neue Mensch, der "Enosh-Mensch", aus wissenschaftlicher Sicht? War er der Vorfahre von, was wir Neanderthaler nennen, der erste wahre Homo sapiens? Oder war er bereits der Ahne des Cro-Magnons, der erste wirkliche Homo sapiens sapiens, der immer noch auf der Erde umherwandert, wie die momentan existierenden menschlichen Wesen? Der Cro-Magno-Mensch (benannt nach dem Ort in Frankreich, wo seine Skelettreste gefunden wurden) erschien in Europa vor einigen 35 000 Jahren, und ersetzte da den Neanderthaler (benannt nach der Fundstätte in Deutschland) der dort bis zu 100 000 Jahre zurückverfolgt werden kann. Aber wie Knochenreste, die in den letzten Jahren in Höhlen in Israel entdeckt wurden, enthüllen, wanderten Neanderthaler vor mindestens 115 000 Jahren durch den Nahen Osten, und Cro-Magnons hatten in der Gegend bereits vor 92 000 Jahren gelebt. Wie nun, passen Adam und Eva, die ersten erschaffenen Menschen, und Adam und Eva, die Vorfahren von Seth und Enosh in all dies? Welches Licht werfen die sumerischen Königslisten und die Bibel auf die Angelegenheit, und wie steht dies alles mit modernen wissenschaftlichen Entdeckungen im Zusammenhang?

Die sumerischen Tatsachen, so können wir schlußfolgern, legen die Erschaffung von Dem Adam auf vor etwa 300 000 Jahren fest – sie liegen damit gut innerhalb der oberen Grenze von 400 000 Jahren, die moderne Wissenschaftler vermuten.

Alter von Adam, als er Seth zeugte 130 Jahre

Alter von Seth, als er Enosh zeugte 105 Jahre

Alter von Enosh, als er Kenan zeugte 90 Jahre

Alter von Kenan, als er Mahalalel zeugte 70 Jahre

Alter von Mahalalel, als er Jared zeugte 65 Jahre

Alter von Jared, als er Henoch zeugte 162 Jahre

Alter von Henoch, als er Methusalem zeugte 65 Jahre

Alter von Methusalem, als er Lamech zeugte 187 Jahre

Alter von Lamech, als er Noah zeugte 182 Jahre

Alter von Noah, als sich die Sintflut ereignete 600 Jahre

Gesamtzeit von Adams Geburt bis zur Sintflut 1656 Jahre

Es hat keinen Mangel an Versuchen gegeben, diese 1656 Jahre mit den sumerischen 432 000 in Einklang zu bringen, besonders, weil die Bibel zehn vorsintflutliche Herrscher von Adam bis Noah auflistet und die sumerische Königsliste auch zehn vorsintflutliche Herrscher nennt, von denen der letzte von ihnen, Ziusudra, auch der Held der Sintflut war.

Und Enoch lebte sechzig und fünf Jahre

Und zeugte Metushelah.

Die Sumerer wußten jedoch viel früher, als die Griechen oder die Römer über die vollständige Zusammensetzung des Solarsystems Bescheid und redeten von einer Familie aus zwölf Mitgliedern. Sonne und Mond, Merkur, Venus, Erde, Mars Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto (wir verwenden die modernen Namen);und ein zehnter Planet, Nibiru, der Planet, der der Wohnsitz von Anu war, dem "König" oder "Lord" aller Anunnaki "Götter".

Es war erst in den siebziger Jahren, daß uns die NASA Satelliten-Nahaufnahmen unserer Nachbarplaneten zur Verfügung stellten. Und erst im Jahr 1986 und 1989 flog Voyager-2 an Uranus und Neptun vorbei. Dennoch beschrieben sumerische Texte (von uns zitiert in "Der zwölfte Planet") diese äußeren Planeten genauso, wie sie von der NASA vorgefunden wurden.

Die biblischen Aufzeichnungen der menschlichen Vorgeschichte, bewegen sich in schnellen Ausschnitten durch die Generationen, die Henoch folgen – sein Sohn Methusalem, der Lamech zeugte, der Noah "Ruhepause" zeugte, bringt uns zum Hauptereignis – der Sintflut.

Die biblische Erzählung über die Sintflut, die große Flut, beginnt in Kapitel 6 der Genesis, mit acht rätselhaften Versen. Ihr vermuteter Sinn war es, zukünftigen Generationen zu erklären, wie es kam – wie konnte so etwas je geschehen?! – daß der Erschaffer der Menschheit sich gegen sie wandte und schwor, den Menschen vom Angesicht der Erde zu tilgen. Es wird angenommen, daß der fünfte Vers dafür sowohl eine Erklärung als auch eine Rechtfertigung bietet: "Und Jahwe sah, daß die Niederträchtigkeit des Menschen auf Erden groß war und daß jeder seiner innersten Gedanken von Übel war." Deshalb (Vers 6 ) "bereute Jahwe, daß er den Menschen auf Erden geschaffen hatte, und es betrübte ihn von Herzen".

Die Zeit, die der Sintflut vorausging, war demnach eine Zeit, in der die jungen, männlichen Anunnaki Sex mit jungen menschlichen Frauen zu haben begannen; und da sie genetisch zusammenpaßten, hatten sie Kinder von ihnen – Nachkommen, halb sterblich und halb "göttlich": Halbgötter. Daß solche Halbgötter auf der Erde anwesend waren, ist reichlich belegt in Texten aus dem Nahen Osten, sei es bei Einzelpersonen (so wie dem sumerischen Gilgamensch) oder langen Dynastien (so wie verlautet bei dem Geschlecht von 30 Halbgöttern in Ägypten, die den Pharaonen vorausgingen); Beide Beispiele jedoch gehören in die Nachsintflutzeit.

So nahmen 200 der Jungen die Angelegenheit in ihre eigenen Hände, schworen einen Eid, es gemeinsam zu tun und dem Ergebnis als Gruppe entgegenzusehen und stürzten sich unter die Töchter der Menschen, um sich Ehefrauen zu holen. Das Ergebnis – völlig unvorhergesehen, als Der Adam erschaffen wurde – war eine neue Sorte von Menschen: Halbgötter.

Enki, der selbst der Vater von Halbgöttern gewesen sein mag, betrachtete die Angelegenheit mit mehr Nachsicht, als Enlil; so sah es auch Ninmah, Enkis Mitschöpferin Des Adams, denn es war in ihrer Stadt, dem medizinischen Zentrum, mit Namen Shuruppak, in dem der sumerische Held der Sintflut residierte. Die Tatsache, daß er in der sumerischen Königsliste als der zehnte Vorsintflut-Führer aufgeführt war, legt nahe, daß Halbgöttern, Schlüsselpositionen als Bindeglieder zwischen den Göttern und dem Volk zukamen_ Als Könige und Priester.

Diese Praxis wurde nach der Sintflut beibehalten, besonders die Könige prahlten damit, daß sie der "Samen" dieses oder jenen Gottes seien (und einige behaupteten dies, selbst wenn es nicht zutraf, allein um ihren Anspruch auf den Thron zu legitimieren.)

Laut der biblischen Aufzeichnung wurde Jared 1196 Jahre vor der Sintflut geboren, Lamech, sein Sohn 782 Jahre vor der Sintflut; und schließlich Noah, der Sohn von Lamech, 600 Jahre vor der großen Flut. Multipliziert man diese Zahlen mit 60 und addiert 13 000 Jahre, kommen wir zu folgender Zeittafel:

Jahred geboren vor 84760 Jahren

Enoch geboren vor 75040 Jahren

Methusalem geboren vor 71140 Jahren

Lamech geboren vor 59920 Jahren

Noah geboren vor 49000 Jahren

Sei es wie es mag, es ist sicher, daß die jungen Anunnaki/ Nefilim dadurch, daß sie ihre eigenen Tabus durchbrachen, eine Kette von Ereignissen lostraten, die voll von Ironie war. Die nahmen die Töchter der Menschen zu ihren Ehefrauen, weil sie genetisch zusammenpaßten; aber die folge dieser Eingriffe und Passendmachungen war, daß die Menschheit verurteilt war, ihrem Ende entgegenzusehen....Es waren nicht die menschlichen Frauen, die die jungen Anunnaki begehrten, sondern das Gegenteil war der Fall; ironischerweise mußte die Menschheit die Hauptlast der Bestrafung tragen, denn "Jahwe hatte bereut, daß er Den Adam auf der Erde gemacht hatte", und beschloß "Den Adam, den ich erschaffen habe, vom Angesicht der Erde hinwegzuwischen."

Die Geschichte der Sintflut, der großen Flut, ist Teil der menschlichen Überlieferung und Kollektiv-Erinnerung, in nahezu allen Teilen der Welt. Ihre Hauptteile sind überall die gleichen, unabhängig von Version, oder Epithet- Namen der Haupthandlungsträger der Erzählung: Ärgerliche Götter entscheiden, die Menschheit mit Hilfe einer globalen Flut vom Angesicht der Erde hinwegzufegen, aber ein Paar ist davon ausgenommen und rettet die menschliche Rasse.

Es ist daher bemerkenswert, daß die Sintflut-Überarbeitung des Gilgamesch-Epos, ein völlig andersartiges Detail anbietet, was die Aufbewahrung des tierischen Lebens anbetrifft: Es waren nicht die lebenden Tiere, die an Bord genommen wurden – es war ihr Samengut, das aufbewahrt wurde!

Der Begriff für "Samen" in den altbabylonischen und assyrischen Rezensionen ist das akkadische Wort zeru (Zera im hebräischen) das steht für das, von dem lebende Dinge wachsen und sprossen. Daß dies Überarbeitungen von sumerischen Originalen abstammen, wurde eindeutig erwiesen, tatsächlich wurde in einigen akkadischen Versionen der technische Begriff für Samen durch sein sumerisches Original NUMUN ersetzt, um das zu kennzeichnen, wodurch ein Mann Nachkommen hatte.

"Die Samen von lebenden Wesen" an Bord zu nehmen, anstatt die Tiere selbst, reduzierte nicht nur die Raumanforderungen auf handhabbare Größe. Es beinhaltet auch den Besitz von ausgeklügelter Biotechnologie, die verschiedenen Arten aufzubewahren – eine Technik, die heutzutage entwickelt wird, durch das Aufschlüsseln der genetischen Geheimnisse der DNA. Dies war durchführbar, nachdem Enki beteiligt war; denn er war der Meister der genetischen Techniken und seine Fähigkeiten wurde symbolisiert durch die sich umeinander windenden Schlangen, eine Nachahmung der Doppelhelix der DNA

Daß in den sumerisch/mesopotamischen Texten Enki die Rolle des Retters der Menschheit zukommt, ergibt einen Sinn. Es war der Erschaffer von Dem Adam und dem Homosapiens und bezeichnete daher die verdammten Erdlinge verständlicherweise , als "meine Menschen".

Aber der Begriff mit einem harten "T" bedeutet "sinken". Das Boot war demnach ein "sinkbares" Boot, hermetisch verschlossen, so daß es, selbst wenn es von der Flutwelle der Sintflut unter Wasser gedrückt würde, die Wasserprobe überleben könnte und wieder zurück an die Oberfläche käme.

Wie global war die Sintflut? War tatsächlich jeder Ort unseres Planeten überflutet? Die menschliche Erinnerung ist fast global und läßt ein solches Ereignis vermuten. Sicher ist, daß mit dem endgültigen Schmelzen des abgeglittenen Eises und dem Anstieg der weltweiten Temperaturen, die der anfänglichen Abkühlung folgte, das Eiszeitalter, das die Erde über die vorherigen 62 000 Jahre in seinem Griff hatte, abrupt endete. Dies ereignete sich vor etwa

13 000 Jahren.

Ein Ergebnis der Katastrophe bestand darin, daß die Antarktis das erste Mal in so vielen Tausenden von Jahren von ihrer Eisdecke befreit war.

Der Genauigkeit halber sei erwähnt, daß die tatsächliche Existenz eines Kontinents am Südpol, in modernen Zeiten bis 1820 n.Chr., als ihn britische und russische Seeleute entdeckten, nicht bekannt war.

Als die Sintflut die Landmassen überflutete und alles auf ihnen zerstörte, befanden sich die Anunnaki in der Luft und umkreisten die Erde in ihrem Raumschiff.

Als abschließenden Akt des Sintflut Drama, versicherte Elohim den geretteten Menschen, laut Bibel, daß solch eine Katastrophe niemals wieder geschehen würde, und als Zeichen "lege ich meinen Bogen in die Wolke, als Beweis für die Übereinkunft zwischen mir und der Erde".

Von Beweisen "für die größte Flut der Erde, am Ende der letzten Eiszeit" wurde in Science (15. Jän. 1993) berichtet. Es war eine "verheerende kataklysmische Flut", deren Wasser die Eisdämme nordwestlich des Kaspischen Meeres brach und als 500m hohe Welle durch die Barriere des Altai Gebirges strömte. Da sie aus Süden kam (wie die sumerischen und biblischen Texte bestätigen) und durch den Trichter des persischen Golfes floß, konnte die Ursprungsquelle tatsächlich alle Berge dieses Bereiches überflutet haben.

Die Sumerer vermachten der Menschheit eine große Anzahl von "Erstmaligkeiten" ("Innovationen"), ohne die die nachfolgende und moderne Zivilisation nicht möglich gewesen wären. Das Königtum ist eine dieser "Erstmaligkeiten", zusätzlich zu den bereits erwähnten, das fast ohne eine Pause überdauert hat. Wie all die anderen, wurde den Sumerern, auch diese "Erstmaligkeit" durch die Anunnaki gewährt. "Nachdem die Flut über die Erde gefegt war, als das Königtum vom Himmel herabgelassen worden war, gab es ein Königtum in Kish", so die Worte der sumerischen Königsliste. Vielleicht war es deswegen – weil "das Königtum vom Himmel herabgelassen worden war"- daß es die Könige für ihr Recht hielten, hinauf genommen zu werden, aufzusteigen zu den Toren des Himmels. Darin liegt der Grund für Berichte von gelungenen, versuchten oder vorgetäuschten, göttlichen Begegnungen, die angefüllt sind von hochfliegenden Hoffnungen, aber auch dramatischen Fehlschlägen. Meistens spielen Träume eine Schlüsselrolle.

Wenn wir die Angaben in der Bibel als gekürzte, aber chronologisch und auch anderweitig korrekte Übersetzung der sumerischen Quellen akzeptieren, erfahren wir, daß Menschen, nach den Folgen der Sintflut, als die Menschheit sich fruchtbar vermehrte und die Ebene zwischen Euphrat und Tigris für eine Wiederbesiedlung ausreichend abgetrocknet war, "aus dem Osten heranreisten und eine Ebene vorfanden im Land von Shine΄ar und sich dort niederließen. Und sie sprachen zueinander: Laßt uns Ziegel machen und diese in einem Brennofen brennen. Und so dienten ihnen Ziegel als Steine, und Pech diente ihnen als Mörtel."

Dies ist eine ziemlich genaue, wenn auch knappe, Beschreibung der Anfänge sumerischer Zivilisation und einiger "Erstmaligkeiten", die dieser zu eigen waren – die Ziegel, der Brennofen und die erste Stadt der Menschheit; was daurauffolgte war die Errichtung einer Stadt und eines "Turmes, dessen Haupt den Himmel erreichen kann".

Heutzutage nennt man solch ein Gebäude eine Abschußrampe und deren "Haupt", daß den Himmel erreichen kann, eine Rakete...

Die Bibel bezeichnet den Ort, wo der versuch, in den Himmel aufzusteigen, unternommen wurde, als Babylon. Es wird erklärt, daß der hebräische Name Babel aus der Wurzel "verwirren" abgeleitet wurde. Tatsächlich bedeutet der echte mesopotamische Name Bab-ili "Tor der Götter".

Im zweiten Zivilisationsgebiet am Nil, begann das Königtum ca. 3100 v. Chr. – d.h. das Königtum der Menschen, da Ägypten, wo die Traditionen lange überdauert haben, vorher von Göttern und Halbgöttern regiert worden war.

Wie in der Genesis steht, hatte die Menschheit, bevor Sumer besiedelt wurde, "eine Sprache und dieselben Worte". Aber als Ergebnis des Turmbaues zu Babel sprach Jahwe: "Sehet her, dies ist ein Volk und sie alle sprechen dieselbe Sprache... Laßt uns heruntersteigen und dort ihre Zungen verwirren, so daß einer des anderen Rede nicht verstehe". Dies geschah nach unseren Schätzungen ca. 3450 v.Chr.

Etwa im Jahre 2900 v.Chr. weigerte sich Gilgamesch, ein sumerischer König zu sterben. Fünfhundert Jahre vor ihm, trachtete Etana, der König von Kisch, danach, die Unsterblichkeit dadurch zu erlangen, daß er seinen Samen – seine DNA – durch einen Sohn bewahrte. (Laut den sumerischen Königslisten folgte ihm "Balih, der Sohn des Etana" auf den Trohn; ob dieser nun ein Kind seiner offiziellen Gattin oder das einer Konkubine war, wird nicht berichtet.)

Fünfhundert Jahre nach Gilgamesch strebten die ägyptischen Pharaonen danach, Unsterblichkeit zu erlangen, indem sie sich um Leben nach dem Tod den Göttern anschlossen. Aber um die Reise anzutreten, die sie in die Ewigkeit versetzen sollte, mußten sie erst sterben.

Am Beginn seiner Regierungszeit war Gilgamesch ein wohltätiger König, der sein Reich ausweitete und verstärkte und für seine Bürger sorgte. Aber als die Jahre vergingen, (er regierte laut den Königslisten 126 Jahre; dies wären, geteilt durch den Faktor 6 in Wirklichkeit nur einundzwanzig Jahre gewesen) begann sein Atem ihm Sorge zu bereiten, und er wurde mit dem Tod konfrontiert.

Zwar endete die Ermahnung Gottes mit dem Rat, daß Gilgamesch seiner Ehegattin "Vergnügen an deiner Brust" verschaffen sollte, Gilgamesch entnahm dein Worten von Schamasch jedoch eine andere Bedeutung. "Sieh zu, daß du Tage und Nächte fröhlich bist", wurde ihm als Antwort auf seine Sorgen wegen des Alterns und des sich ankündigenden Todes gegeben; und er nahm an, die Antwort sei ein Hinweis darauf, daß "genußvoller Sex" ihn jung erhalten würde. Er machte es sich zur Gewohnheit, nachts durch die Straßen von Uruk zu streifen, und wenn er einem jungverheiratetem Ehepaar begegnete, forderte er das Recht auf die erste Nacht mit der Braut.

Und dann eines Nachts, als Gilgamesch hinausging, um seinen sexuellen Vergnügungen zu frönen, versperrte Enkidu seinen Weg und wollte ihm nicht erlauben, das Haus zu betreten, wo die Neuvermählten gerade zu Bett gingen. Ein Gerangel folgte; "sie packten sich, hielten sich fest wie die Stiere." Mauern erzitterten, Torpfosten gingen zu Bruch, als die beiden rangen. Zuletzt "beugte Gilgamesch das Knie". Er verlor den Kampf an einen Fremden und er weinte bitterlich. Enkidu stand verwirrt da. Dann "sprach die weise Mutter von Gilgamesch" zu den beiden: so sollte es sein und von nun an sollten die beiden Kameraden sein; wobei Enkidu dabei der Beschützer von Gilgamesch sein sollte. Da sie zukünftige Gefahren voraussah. Sie wußte nur zu gut, daß das Omen im Traum mehr zu bedeuten hatte, als sie Gilgamesch erzählt hatte, flehte sie Enkidu an, immer vor Gilgamesch zu gehen, und ihm als Schutzschild zu dienen.

Künstler von überall aus dem alten Nahen Osten, nicht nur in Mesopotamien, gedachten dem Kampf mit dem Löwen, aus dem Gilgamesch als Sieger hervorging. Dieser wird bei den Hethitern im Norden abgebildet, bei den Kassiten im östlichen Luristan und sogar im alten Ägypten.

Leben wird nicht durch Unsterblichkeit erzielt – es wird dadurch erworben, daß man für immer jung bleibt!

Das Gilgamesch Epos ist voll mit geographischen Markierungen, die seine Echtheit erhöhen und den Nachweis über die Ziele dieser vorgeschichtlichen Suche nach Unsterblichkeit liefern.

Der erste Bestimmungsort war der Landeplatz in Zedernwald in den Zedernbergen. Es gab nur einen solchen Ort im gesamten frühgeschichtlichen Nahen Osten, der gerühmt wurde, für seine einmaligen Zedern: der Libanon (dessen Nationalemblem, bis auf den heutigen Tag die Zeder ist).

Das vielsagendste geographische Detail auf der zweiten Reise von Gilgamesch, ist die Wassermasse, die es nach Durchquerung der Wildnis erreichte.

Er wird als "tief-liegendes Meer" beschrieben, als Meer, das aussah, wie ein riesiger See. Er wurde das Meer der "Wasser des Todes" genannt. Dies alles sind identifizierende Merkmale eines landumschlossenen Meeres, das immer noch das Tote Meer genannt wird, das wirklich am tiefsten liegende Meer der Welt ist.

Die Vertrautheit mit dem Gilgamesch-Epos in Südamerika, ist eine der Facetten über den Nachweis von Prähistorischen Kontakten, zwischen der Alten und der neuen Welt.

Das Kennzeichen einer solchen Vertrautheit, war die Darstellung von Gilgameschs Kampf mit den Löwen. Erstaunlicherweise wurden solche Darstellungen im Land der Anden gefunden – einem Kontinent, wo es keine Löwen gibt.

Mehr als 2500 Jahre nach der monumentalen Suche Gilgameschs nach Unsterblichkeit, eiferte ein anderer legendärer König – Alexander von Makedonien – auf genau demselben Kampfplatz, dem sumerischen König und den ägyptischen Pharaonen nach. Auch in seinem Fall basierte der Anspruch auf Unsterblichkeit darauf, teilweise göttlich zu sein. Die Anzeichen lassen vermuten, daß Alexander durch seinen Lehrer Aristoteles von der früheren Suche wußte, war, daß die Wurzel seines besonderen Anspruchs auf göttliche Herkunft in Uruks GIPAR ("Nachtzeit Haus") und dessen innerem Heiligtum, dem GIGUNU lag.

Bald nachdem Alexander an Stelle des ermordeten Philipp II. zum König gekrönt worden war, begab er sich nach Delphi in Griechenland, um dort das berühmte Orakel zu befragen. Erst zwanzigjährig war er schockiert, als er die erste von verschiedenen Prophezeiungen hörte, die ihm Ruhm, aber ein sehr kurzes Leben voraussagte. Die Prophezeiungen trugen dazu bei, daß sein Glaube um die Gerüchte wuchs, die am mazedonischen Hof umgegangen waren, nach denen Philip II: nicht wirklich sein Vater gewesen sei; sondern er sei in Wirklichkeit der Sohn eines ägyptischen Pharaos namens Nectanebus, der den mazedonischen Hof besucht und heimlich Alexanders Mutter Olympia, verführt hätte. Und Nectanebus – ein Meistermagier und Wahrsager – so wurde gemunkelt, sei in Wirklichkeit der ägyptische Gott Amun, der sich als Mensch verkleidet hätte, um den zukünftigen Eroberer der Erde auf die Welt zu bringen.

Das Königtum begann in Uruk, als der Zukunftsstadt, man wird sich erinnern, daß diese fast gänzlich nur aus dem heiligen Bezirk bestand. Da wurde, laut der sumerischen Königsliste, "Mes-kiag-gasher, der Sohn Gottes Uto sowohl Hohe-priester als auch König". Dann nach Regentschaften von Enmerkar und Lugalbanda und einer Zwischenregentschaft des göttlichen Dumuzi, bestieg Gilgamesch den Thron; und er war, wie dargelegt, der Sohn der Göttin Ninsun.

Als das Königtum zu Beginn des 3. Jahrtausends v.Chr. von Kish nach Uruk verlegt wurde, bestand Uruk nur aus einem heiligen Bezirk, dem Kullab. Dieser heilige Bezirk hatte bis zu diesem Zeitpunkt seit fast 1000 Jahren existiert, denn er war ursprünglich hauptsächlich deswegen erbaut worden, um Anu und Antu währen ihres Besuches auf der Erde unterzubringen. Tontafeln, die in den Ruinen von Uruk gefunden wurden, Kopien früherer Texte, geben den Pomp und en Aufwand diese Ereignisses wieder. Sie enthalten genügend Einzelheiten, um den sorgfältig beschriebenen Riten und Zeremonien ebenso, wie der Natur des heiligen Geländes und seiner zahlreichen Gebäude zu folgen.

Er ist aus historischen Aufzeichnungen als Sargon von Aggade, bekannt, der Gründer einer neuen Dynastie, die in einer neuen Hauptstadt eingerichtet wurde (gewöhnlich Akkad genannt). In seiner Autobiographie, einem Text in der akkadischen Sprache, den Gelehrten als Legende des Sargon bekannt, beschreibt der König die Umstände seiner Geburt, in einer Art, die uns an die Geschichte von Moses erinnert: "Meine Mutter war eine Hohepriesterin; die mich empfing, gebar mich insgeheim. Sie setzte mich in ein Riedkörbchen, dessen Deckel mit Bitumen versiegelt war. Sie warf mich in den Fluß; er verschlang mich nicht. Der Fluß trug mich davon, er verschlang mich nicht. Der Fluß trug mich davon, er brachte mich zu Akki, dem Bewässerer. Akki, der Bewässerer hob mich heraus, als er Wasser holte. Akki der Bewässerer machte mich zum Sohn und zog mich groß. Akki, der Bewässerer bestimmte mich zu seinem Gärtner".

In früheren Zeiten waren es die Götter, die zusammenkamen, um die Schöpfungsgeschichte und die Odyssee der Anunnaki, ihrer Ankunft und ihres Verbleibs auf der Erde, zum Neuen Jahr, nacherlebten und nacherzählten, ein Fest, das A.KI.TI – "Auf Erden erbauet Leben" genannt wurde. Nachdem das Königtum eingeführt war und nachdem Inanna begann, den König in ihren Gugunu einzuladen, wurde eine Wiederaufführung des Todes ihres Partners – und dann sein Ersetzen durch den König – in die Festabläufe mit aufgenommen. Das Wesen dieser Prozedur war es, einen Weg zu finden, den König eine Nacht mit der Göttin verbringen zu lassen, ohne dabei den Tod zu finden... Am Ergebnis hing nicht nur des Königs persönliches Schicksal, sondern auch das Schicksal des Landes und seiner Menschen – Wohlstand und Überfluß oder der Mangel davon, für das kommende Jahr nahm ab.

Auch in Ägypten wurden Ansprüche auf göttliche Geburten von zahlreichen Königen und Königinnen, besonders während der 18. Dynastie (1567-1320 v.Chr.) erhoben. Der Mutter des ersten Pharaos seiner Dynastie, wurde der Titel "Gattin des Amun-Ra" verliehen und der Titel wurde von der Mutter auf die nachfolgende Tochter weitergegeben. Als der Pharao Totmes I. (auch Tutmose, Tutmosis) starb, ließ er eine Tochter zurück (Hatschepsut), deren Mutter seine angetraute Frau war und einen Sohn, der von einer Konkubine geboren war. Um seinen Herrschaftsanspruch zu legitimieren, nachdem ihr Vater gestorben war, heiratete der Sohn (bekannt als Totmes II.) seine Halbschwester Hatschepsut: aber als er nach kurzer Regentschaft starb, war der einzige Sohn, den er hatte, ein kleiner Junge, dessen Mutter ein Haremsmädchen war: Hatschepsut selbst gebar eine oder zwei Töchter, hatte aber keinen Sohn. (Nach unserer Meinung war Hatschepsut, die als sie noch eine Prinzessin war, den Titel "Die Tochter des Pharaos" trug, die Tochter des biblischen Pharao, die den hebräischen Jungen aufzog und ihn "Mose", nach der göttlichen Namensanhängung ihrer Dynastie nannte, und ihn schließlich als ihren Sohn adoptierte.

Zuerst regierte Hatschepsut als Coregentin mit ihrem Halbbruder (der etwa 22 Jahre später Pharao Totmes/Tutmosis III. wurde). Aber dann entschied sie, daß die Königschaft rechtmäßig nur ihr zustand, und krönte sich selbst zum Pharao (dementsprechend zeigten sie die Darstellungen auf den Tempelmauern mit einem angeklebten falschen Bart....)

Die Unsterblichkeit der Götter, die die Erdlinge erwerben wollten, war in Wirklichkeit nur eine augenscheinliche Langlebigkeit, die auf die unterschiedlichen Lebenszyklen auf zwei Planeten zurückzuführen war. In der Zeit, in der Nibiru einen Umlauf um die Sonne vollzog, war einer, der da geboren wurde, gerade ein Jahr alt. Ein Erdling, der im gleichen Augenblick geboren wurde, wäre jedoch am Ende eines Nibiru-Jahres 3600 Jahre alt gewesen, denn die Erde hätte die Sonne in der gleichen Zeit 3600 mal umkreist.

Wie beeinflußte das Kommen und Auf-der-Erde-bleiben die Anunnaki? Erlagen sie der kürzeren Orbitalzeit der Erde und damit dem kürzeren irdischen Lebenszyklus?

Denkwürdiger als die Traum-Vision des Daniel ist der Zwielicht-Zonen-Vorfall von der "Handschrift an der Wand". Er ereignete sich in der Regierungszeit von Nebukadnezars Nachfolger als Regent von Babylon, Bel-shar-utzur (Herr ,des Fürsten Schutz") etwa 540 v.Chr., den die Bibel Belsazar nennt. Wie in Kapitel 5 im Buch Daniel berichtet wird, gab Belsazar ein großes Bankett und bewirtete eintausend seiner Noblen festlich – eine Szene, bekannt von babylonischen und assyrischen Darstellungen von königlichen Banketten. Vom vielen Wein trunken, befahl er, die Gold- und Silbergefäße des Jerusalemer Tempels zu holen, die Nebukadnezar beschlagnahmt hatte, so daß "er und seine Adeligen, seine Konkubinen und Kurtisanen daraus trinken konnten. So wurden die goldenen und silbernen Gefäße aus dem Allerheiligsten des Jerusalemer Gotteshauses gebracht. Der König und seine Adeligen, seine Konkubinen und Kurtisanen tranken daraus. Sie tranken Wein lobten die Götter aus Gold und Silber, aus Bronze und Eisen und Holz und Stein". Als sich die heidnische Fröhlichkeit und Schändung der heiligen Gegenstände aus Jahwes Tempel fortsetzte:

Plötzlich

erschien da ein Finger

von einer menschlichen Hand,

und sie schrieb an die gepflasterte Palastwand,

gegenüber des Leuchter;

und der König konnte das Handgelenk sehen,

als sie schrieb.

Die Ansicht einer menschlichen Hand – entkörpert, sich frei bewegend, nicht verbunden mit einem Arm Körper – war irritierend; die Plötzlichkeit der Erscheinung unterstrich das Gefühl einer Vorahnung. "Der König war entsetzt, er erbleichte, alle seine Glieder erschlafften und seine Knie schlugen zusammen". Er mußte erkannt haben, daß die Entweihung der Gefäße aus Jahwes Tempel eine unheilvolle Göttliche Begegnung ausgelöst hatte, mit einigen unbekannten, gräßlichen Konsequenzen.

Er rief die Seher und Weissager Babylons eilig herbei. Addressiert an "die weisen Männer Babylons" gab er bekannt, wer immer die Schrift lesen und die Erscheinung interpretieren könnte, würde belohnt und erhielte den dritthöchsten Rang im Königreich. Aber niemand konnte die Vision erklären, oder die geschriebene Botschaft verstehen, "und Belsazar sah bleich und äußerst ängstlich aus, seine Adeligen waren ratlos".

In dieser Stimmung aus Angst und Verzweiflung betrat die Königin die Szene. Als sie hörte, was geschehen war, wies sie daraufhin, daß der weise Mann Daniel bekannt war für seine Fähigkeit, Träume und göttliche Botschaften zu verstehen und zu interpretieren. So wurde Daniel hereingerufen und über die versprochenen Belohnung unterrichtet. Er verweigerte die Belohnung, stimmte aber dennoch zu, die Vision zu erklären. Inzwischen war die schreibende Hand verschwunden, aber die Schrift an der Wand blieb. Bestätigend, daß das schlechte Omen ein Ergebnis der Entweihung der Tempelgefäße war, die dem Höchsten Gott, dem Herrn des Himmels, geweiht waren, erklärte Daniel die Schrift und ihre Bedeutung:

Dies, ist warum von Ihm die Hand geschickt wurde,

und warum die Schrift eingeritzt wurde.

Dieses sind die Worte der Schrift:

Mene, mene, tekel u Pharsin.

Hier ist die Erklärung der Worte:

Mene: Gott hat die Tage des Königreichs numeriert,

und es ist zu Ende.

Tekel: Du bist gewogen im Gleichgewicht

Und wurdest begehrend gefunden.

U Pharsin: Dein Königreich soll geteilt werden,

zu den Medern und den Persern soll es gegeben werden.

Belsazar hielt sein Versprechen, er ordnete an, daß Daniel in Purpur gekleidet und mit einer Halskette aus Gold geehrt wurde, dann proklamierte er seinen dritten Rang im Königreich. Aber "in dieser Nacht wurde Belsazar, der König der Chaldäer, erschlagen, und Darius von den Medern übernahm sein Königreich". Die Botschaft aus der Zwielicht-Zone war umgehend erfüllt worden.

Den detaillierten Anweisungen folgend, die Jahwe Moses auf dem Berg Sinai gab, bauten die Kinder Israels dem Herrn einen tragbaren Mishkan – wörtlich, "Wohnsitz" – in der Wüste Sinai; sein wichtigster Bestandteil war das Ohel Moed ("Zelt der Verabredung") in dessen heiligstem Teil die Bundeslade mit den Gesetzestafeln aufbewahrt und von den Cherubim geschützt wurden. Nach der Ankunft in Kanaan befand sich die Lade zeitweilig auf den Gebetsplätzen, bevor sie ihre endgültige und dauerhafte Unterbringung in "Jahwes Haus" in Jerusalem fand. Um 1000 v.Chr. folgte David König Saul als König von Israel. Nachdem er Jerusalem zu seiner Hauptstadt machte, war es seine Hoffnung und sein Streben, dort den heiligen Tempel zu bauen, in dessen Allerheiligstem die Bundeslade endlich zur Ruhe kommen sollte, an einer heilig gehaltenen Stelle aus uralten Zeiten. Aber göttliche Kommunikationen – grundsätzlich über Träume vermittelt – haben es anders gewollt.

Der Begriff Tavnit erscheint in der Bibel früher in Verbindung mit dem Bau der tragbaren Residenz für Jahwe während des Exodus. Es war, als Moses auf den Berg Sinai stieg, um den Herrn zu treffen und dort vierzig Tage und Nächte wartete, als "Jahwe zu Moses sprach" bezüglich des Mishkan (ein Begriff gewöhnlich übersetzt mit Tabernakel, aber wortwörtlich eine "Residenz" bedeutend). Nach einer Auflistung verschiedener für den Bau benötigter Materialien – von den Israeliten als freiwillige Spende erbracht, nicht durch auferlegte Steuern, wie Gueda es getan hatte – zeigte Jahwe Moses ein Tavnit der Residenz und ein Tavnit von dessen Instrumenten, es heißt:

Und sie sollen mir ein Heiligtum machen,

und ich will ansäßig sein in der Mitte von ihnen.

In Übereinstimmung mit all dem, das sich dir zeige –

Das Tavnit von Mishkan und

Das Tavnit von allen dazugehörigen Instrumenten-

So sollt ihr es machen.

Detaillierte architektonische Maßangaben und Anweisungen für die Anfertigung der Bundeslade mit ihren zwei Cherubim, dem Vorhang, dem Altar und seinen Utensilien und den Leuchtern folgten. Die Anweisungen wurden nur unterbrochen von den Warnungen, "siehe und mache sie in Übereinstimmung mit ihrem Tavnit, welche dir auf dem Berg gezeigt werden", wonach die genauen architektonischen Angaben fortgesetzt wurden (die zwei zusätzliche Kapitel einnehmen).

Klar ist, Moses wurden Modelle gezeigt – vermutlich Maßstabsmodelle – von allen was angefertigt werden mußte. Die biblischen Aufzählungen architektonischer Anweisungen für die Residenz in Sinai und dem Tempel in Jerusalem, für die verschiedenen Utensilien, Ritual-Instrumente und Beigaben sind so detailliert, daß moderne Gelehrte und Künstler keine Probleme hatten, sie darzustellen.

Die Philister nannten ihre grundlegende Gottheit Dagon, ein Name oder Beiname, der als "Der von den Fischen" übersetzt werden kann – der Gott der Fische, eine Eigenschaft von Ea/Enki.

Eine nächtliche Vision, eine UFO-Sichtung und die Erscheinung von Engeln fallen in einem der faszinierendsten Traum-Berichte der Bibel, bekannt als Jakobs Traum, zusammen. Es war eine äußerst bedeutungsvolle Göttliche Begegnung, denn darin schwor Jahwe selbst, Jakob, den Sohn Isaaks und Enkel Abrahams, zu schützen, ihn und seinen Samen zu segnen und ihm und seinen Nachkommen das Gelobte Land für immer zu geben.

Die Umstände, die zu dieser Göttlichen Begegnung führten, in der Jakob die Engel des Herrn – in einer Vision – in Aktion sah, war Jakobs Reise von Kanaan, wo sich seine Familie in Harram angesiedelt hatte, als Abraham weiter südwärts, Richtung Sinai und Ägypten gegangen war. Darauf bedacht, daß sein Sohn Jakob, auf dem die göttlich bestimmte Nachfolge ruhte, keine ungläubige Kanaanitin heiraten würde, "rief Isaak Jakob, segnete ihn und befahl: Du sollst nicht eine Frau von den Töchtern Kanaans nehmen; erhebe dich, gehe nach Padan-Aram, zum Haus des Bethuel, deiner Mutter Vater und nehme dir von da eine Ehefrau aus den Töchtern Labans, deiner Mutter Bruder."

Der erste Hinweis in der Bibel auf einen Engel des Herrn, in Kapitel 16 der Genesis, erzählt von einem Ereignis aus der Zeit von Jakobs Großvater Abraham: Abraham und seine Frau Sahra wurden alt – er Mitte 80, sie zehn Jahre jünger; und noch immer hatten sie keinen Nachkommen. Abraham hatte gerade seine Mission, für die er nach Kanaan befohlen worden war, erfüllt – Attacken am Raumhafen im Sinai abzuwehren: der Krieg der Könige. Der dankbare Herr Jahwe erschien Abraham in einer Vision und sagte:

"Fürchte dich nicht Abraham; ich bin dein Schild;

deine Belohnung soll überaus groß sein."

Aber der kinderlose Abraham (noch bei seinem sumerischen Namen Abraham genannt) antwortete bitter: "Mein Herr Jahwe, was würdest du mir geben? Ich bin doch kinderlos!" Ohne Erben, sagte Abraham, was ist eine Belohnung wert?

Dann kam das Wort Jahwes so zu ihm:

"Niemand soll dich beerben, außer dem,

der aus deinem Inneren kommt." Und er brachte ihn nach draußen und sagte:

"Blicke nun hinauf zu den Himmeln und zähle

die Sterne, wenn du fähig bist sie z beziffern;

so groß wird deine Saat sein."

"Es war an diesem Tag, daß Jahwe einen Bund mit Abraham schloß, der besagte: Deiner Saat habe ich dieses Land gegeben, vom Bach Ägyptens bis zu großen Strom, dem Strom Euphrat."

Bevor sich die Bibel auf den Besuch der Engel von Sodom und Gomorra und die bevorstehende Zerstörung der "bösen Städte", konzentrierte, berichtet diese über ein höchst ungewöhnliches Gespräch zwischen Abraham und Jahwe. Abraham nähert sich dem Herrn und übernimmt die Rolle eines Fürsprechers, eines Verteidigers für Sodom, (wo sein Neffe Lot mit seiner Familie lebte). "Vielleicht gibt es 50 Rechtschaffene in der Stadt", sagte er zu Jahwe, "willst du den Platz zerstören oder ihn nicht doch verschonen, zu Gunsten der 50? Sicherlich liegt es dir fern, die Rechtschaffenen mit den Schlechten zu vernichten?"

Indem Abraham Jahwe daran erinnerte, daß er "der Richter der gesamten Erde war", einer, der immer gerecht handelte, brachte er den Herrn in ein Dilemma. So antwortete der Herr Jahwe, daß er die ganze Stadt verschonen würde, wenn es darin 50 Rechtschaffene gäbe. Aber kaum hatte der Herr dies zugestanden, als Abraham – der um Vergebung für seine Unverfrorenheit bat, weil "er sich erdreiste zu meinem Herrn zu sprechen" – eine andere Frage stellte: Was wäre, wenn die Zahl 50 um 5 unterschritten würde? "Und er sagte, ich werde es nicht zerstören, wenn ich 45 dort finde." Die Offensive ergreifend, handelte Abraham weiter und reduzierte die Anzahl der Rechtschaffenen, auf Grund derer die ganze Stadt verschont bliebe, herunter auf 10. Und damit "entschwand Elohim über Abraham", himmelwärts, von wo er früher am Tag erschienen war. "Und Abraham kehrte zu seinem Platz zurück."

Durch die Ereignisse um Sodom wurde dies klar. Die Gewaltbereitschaft der Menschen von Sodom mit eigenen Augen sehen, wiesen die beiden Mal`akhim Lot und seine Familie an, sofort zu gehen, "denn Jahwe wird die Stadt zerstören". Aber Lot verweilte und bat die "Engel" unaufhörlich, die Umwälzung der Stadt aufzuschieben, bis er, seine Frau und seine zwei Töchter die Sicherheit der Berge erreicht hätten, die nicht so nahe lagen.

Und die Abgesandten gewährten ihm seine Bitte und versprachen, den Aufruhr in der Stadt zu verschieben, um ihm und seiner Familie das Entkommen zu ermöglichen.

In dieser Lesart des babylonischen Textes war es Marduk, der, während er den Worten der Götter zuhörte, die Idee hatte, ein schlaues Hilfsmittel zu erschaffen, das ihnen helfen würde. "Marduk sagte zu seinem Vater Ea/Enki, als er ihm die Idee offenbarte: "Ich werde einen Roboter zum Leben bringen; sein Name soll Mensch sein....

Er soll betraut sein mit dem Dienst an den Göttern, und auf diese Art wird ihnen Erleichterung zuteil". Aber "Ea antwortete ihm und machte ihm einen anderen Vorschlag, um seine Meinung im Zusammenhang mit der Idee, den Göttern Erleichterung zu verschaffen, zu ändern"; es war der, wie wir früher dargelegt haben, "die Eigenart" der Götter – ihren genetischen Abdruck – "einem Wesen, das bereits existierte" mitzugeben (und damit den Homo sapiens hervorzubringen).

Abraham – damals noch in der Bibel bei seinem sumerischen Namen Abram genannt – ging mit seinem Vater Terah (dem Namen nach zu urteilen ein Orakelpriester) von Ur in Sumer, nach Harran am oberen Euphrat. Nach unserer Berechnung fand dies 2096 v.Chr. statt, als der große sumerische König Ur-Nammu unerwartet starb und die Leute sich beklagten, daß der Tod gekommen sei, weil Enlil sein Wort Ur-Nammu gegenüber geändert habe. Vor dem Hintergrund wachsender Vorbehalte in Sumer gegen sündige Städte im Westen, entlang der Mittelmeerküste, wurde Abraham von Jahwe beauftragt, mit seiner Familie seinem Gefolge und seinen Herden südwärts zu ziehen und im Negev, der trockenen Gegend an der Grenze zum Sinai, Stellung zu beziehen. Der Umzug in Sumer fand, zur Zeit des Todes von Ur-Nammus Nachfolger (Shulgi), im Jahr 2048 v.Chr. statt, als der hebräische Patriarch 75 Jahre alt war. Es war genau das Jahr, als Marduk, in Vorbereitung darauf, die Vormachtstellung unter den Göttern zu erreichen, im Land der Hethiter, nördlich von Mesopotamien ankam. Wegen einer durch Trockenheit verursachten Hungersnot setzte Abraham seinen Weg bis nach Ägypten fort. Dort wurde er vom Pharao empfangen – dem letzten Pharao der 10. Nördlichen Dynastie, der ein paar Jahre später (2040 v.Chr.) von den Prinzen und Priestern aus Theben im Süden unterworfen wurde.

Zwei Jahre zuvor, 2042 v.Chr. nach unserer Rechnung, kehrte Abraham zu seinem Außenposten im Negev zurück; er hatte nun das Kommando über eine Truppe von Reitern (wahrscheinlich schnellen Kamelreitern). Er kehrte rechtzeitig zurück, um den Versuch einer Koalition von "Königen des Ostens" abzubiegen, die eine Invasion der Mittelmeerländer planten und den Raumhafen im Sinai erreichen wollten.

Abrahams Aufgabe war es, die Annäherungen an den Raumhafen zu überwachen und keine Partei im Krieg der Menschen aus dem Osten gegen die Könige Kanaans zu ergreifen. Aber als die umgeleiteten Eindringlinge Sodom überrannten und Abrahams Neffen Lot gefangen nahmen, verfolgte er sie mit seiner Kavalerie bis nach Damaskus, befreite seinen Neffen und brachte die Beute zurück. Bei seiner Rückkehr wurde er in der Umgebung von Shalem (dem zukünftigen Jerusalem) als Sieger gefeiert.

Im Alter von 86 Jahren erhielt Abraham einen Sohn von der Zofe Hagar, aber nicht von seiner Frau Sarai (wie sie noch bei ihrem sumerischen Namen genannt wurde). Es war dreizehn Jahre später, am Vorabend bedeutsamer Ereignisse, Götter und Menschen betreffend, daß Jahwe "dem Abram erschien" und ihn für die neue Ära vorbereitete: dem Wechsel der Namen vom sumerischen Abram und Sarai in die semitischen Abraham und Sarah und die Beschneidung aller männlichen Personen, als Zeichen des immerwährenden Bundes.

Es war nach unseren Berechnungen (die auf Vergleichen von sumerischen und ägyptischen Chronologien beruhen) im Jahr 2024 v.Chr., daß Abraham Zeuge des Aufruhrs von Sodom und Gomorra wurde der dem Besuch Jahwes und zweier Engel folgte. Die Zerstörung, die wir in Die Kriege der Menschen und Götter aufgezeigt haben, war nur ein Nebenkriegsschauplatz zum Haupt-"ereignis" –l dem Zerstrahlen des Raumhafens im Zentrum der Sinai-Halbinsel durch Ninurta und Nergal, mit Nuklearwaffen, um Marduk die Raumanlagen zu entziehen. Das unbeabsichtigte Ergebnis des nuklearen Holocaust war, daß eine atomare Wolke nach Osten trieb, sie verursachte Tod (aber keine Zerstörung) in Sumer und brachte diese große Zivilisation zu einem bitteren Ende. Nun war es nur Abraham und seine Saat – seine Nachfahren – die verblieben waren, um die alten Traditionen weiterzuführen, "den Namen Jahwe auszurufen, " ein heiliges Bindeglied zu den Anfängen der Zeit zu bewahren.

Um vor dem nuklearen Gift sicher zu sein, wurde Abraham angewiesen, aus dem Negev (dem trockenen Gebiet, das an den Sinai angrenzte) wegzugehen und einen Hafen in der Nähe der Mittelmeerküste zu finden, im Gebiet der Philister. Ein Jahr nach diesem Ereignis wurde Isaak von seiner (Abrahams) Frau und Halbschwester Sarah geboren, wie Jahwe es vorausgesagt hatte.

Jakob war 130 Jahre alt, als die Kinder Israels ihren Aufenthalt in Ägypten begannen; wie prophezeit, endete er 400 Jahre später in Sklaverei. Mit dem Tod und dem Begräbnis von Jakob und dem darauffolgenden Tod und der Mumifizierung von Joseph, endet das Buch der Genesis (I Moses).

Viele der Thronnamen, die von den Pharaonen jener neuen Dynastien ausgewählt wurde, waren Beinamen, durch den sie den Status als Halbgötter sicherten; so wie beim Namen Ra-Ms-S (Ramesses oder Ramses im Deutschen), was "Von Gott Ra ausgehend isr" heißt. Der Gründer der 17. Dynastie "Von Gott Ah ausgehend ist", bedeutet, (Ah war der Name des Mondgottes). Diese neue Dynastie begann das Neue Königtum, das, so unterstellen wir, nach etwa drei Jahrhunderten alles über Joseph vergessen hatte. Folglich vermuten wir, ein Nachfolger von Ahmose, namens Tehuti-Ms-S (Thothmose oder Tutmosis I.) – "Von Gott Thoth ausgehend ist", der Herrscher, in dessen Zeit die Geschichte von Moses und die Ereignisse des Exodus begannen.

Dieser Pharao war es, der die Macht eines vereinigten und gestärkten Ägytens nutzte und Armeen nordwärts sandte, bis zum Oberen Euphrat – in das Gebiet, in dem die Verwandten von Abraham verblieben waren. Er regierte von 1525 bis 1512 v.Chr., und er war es, so haben wir in "Die Kriege der Menschen und Götter" vermutet, der fürchtete, daß die Kinder Israels sich dem Kriegsgeschehen mit Unterstützung ihrer Verwandten aus dem Euphratgebiet anschließen würden. So zwang er die Israeliten zu strenger Arbeit und veranlaßte, daß jedes neugeborene, männliche israelitische Kind bei der Geburt getötet werden sollte.

Es war 1513 v.Chr., daß eine levitische Frau von einem levitischen Hebräer einen Sohn gebar. Fürchtend, daß er getötet würde, legte ihn die Mutter in eine wasserabweisende Kiste, aus Teichsimsen des Nils und setzte die Kiste in den Fluß. Und so geschah es, daß der Fluß die Kiste dahin trug, wo die Tochter des Pharaos badete; diese entschloß sich, den Jungen als Sohn zu adoptieren, und nannte ihn Moses –Moshe im Hebräischen.

Es war zu dieser Zeit, als Jahwe zu Moses aus dem Inneren des brennenden Busches sprach und ihm sagte, daß er entschieden habe, herunterzukommen und die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten zu "retten" und sie zurück ins Gelobte Land zu führen; und er sagte Moses, daß er auserwählt sei, Gottes Abgesandter zu sein und diese Freiheit vom Pharao zu erwirken und die Israeliten auf ihrem Auszug aus Ägypten zu führen.

Die biblische Erzählung bezieht sich auf den "Berg der Elohim", als sei er eine wohlbekannte Landmarkierung; die Ungewöhnlichkeit des Ereignisses bestand weder darin, daß Moses seine Herde dorthin geführt hatte, noch daß es da Büsche gab. Der außergewöhnliche Aspekt war, daß der Busch brannte, ohne zu verbrennen!

Dies war nur die erste einer Serie von erstaunlichen magischen Handlungen und Wundern, die der Herr vollziehen mußte, um moses, die Israeliten und den Pharao von der Echtheit des Auftrags und der göttlichen Bestimmung, die ihr zu Grunde lag, zu überzeugen.

Zu diesem Zweck befähigte Jahwe Moses zu drei wundersamen Taten: Sein Stock konnte sich in eine Schlange und zurück in einen Stock verwandel; seine Hand konnte leprös und wieder gesund gemacht werden; und er konnte etwas Nilwasser auf den Boden schütten und der Boden blieb trocken. "Die Leute, die deinen Tod wollten, sind alle tot", sagte Jahwe Moses; fürchte dich nicht mehr; begegne dem neuen Pharao und führe die Wunder vor, die ich dir gewährt habe und sage ihm, daß die Israeliten freigelassen werden müssen, um ihren Gott in der Wüste anzubeten. Als Assistenten berief Jahwe Aaron, den Bruder von Moses, der ihn begleiten sollte.

Der Exodus aus Ägypten hatte begonnen.

Sie waren an ihrem vorbestimmten Zielort angekommen: "dem Berg der Elohim". Die größte Theophanie (Gotteserscheinung) war im Begriff, ihren Anfang zu nehmen.

Es gab Vorbereitungen und Voraussetzungen für diese denkwürdige und einmalige Göttliche Begegnung und ein Preis, der von ihren ausgewählten Zeugen gezahlt werden mußte. Es begann mit "Moses Hinaufgehehen zu den Elohim" auf den Berg, als "Jahwe vom Berg aus nach ihm rief", um die Vorbedingung für die Gotteserscheinung und ihre Konsequenzen zu hören. Moses wurde mitgeteilt, den Kindern Israels die exakten Worte des Herrn zu wiederholen:

Wenn ihr auf mich hören werdet

und den Bund bewahren werdet, dann-

von allen Völkern –

werdet ihr mein Volk sein,

denn die ganze Erde gehört mir.

Ihr sollt mein Königreich von Priestern werden

und ein heiliges Volk.

Früher, als Moses von genau demselben Berg aus seine Botschaft gegeben wurde, äußerte Jahwe seine Absicht, "die Kinder Israels als sein Volk zu adoptieren", und im Gegenzug "ein Elohim bei ihnen zu sein". Nun formulierte der Herr diesen Handel in Verbindung mit der Gotteserscheinung. Mit dem Bund kamen Gebote und Gesetze und Verbote; sie waren der Preis, der gezahlt werden mußte, um sich für die Gotteserscheinung zu qualifizieren – ein einmaliges Ereignis, durch das die Israeliten zum Auserwählten Volk werden, dem Gott geweiht.

"Und Moses kam und versammelte die Ältesten der Leute und legte ihnen all diese Worte vor, wie Jahwe es befohlen hatte. Und all das Volk antwortete, alle zusammen sagten: "Alles was Jahwe gesprochen hat, werden wir tun." Und Moses brachte das Wort des Volkes zu Jahwe.

Nachdem Jahwe seine Einwilligung gegeben hatte, Sagte er zu Moses: "Siehe ich werde zu dir kommen in einer dicken Wolke und das Volk befähigen zu hören, wenn ich zu dir spreche, so daß sie auch in dich Glauben gewinnen." Und der Herr ordnete Moses an, die Menschen sich selbst weihen zu lassen und sich dann für drei Tage bereit zu halten; er informierte sie, daß "Jahwe am dritten Tag herunterkommem wird auf den Berg Sinai, in voller Sicht aller Menschen."

Die Landung, sagte Jahwe zu Moses, würde für jeden, der zu nahe käme, Gefahr bedeuten. "Du solltest Abgrenzungen um den Berg anbringen", wurde Moses gesagt, um die Menschen auf Distanz zu halten, solle er ihnen sagen, sie mögen es nicht wagen, zu versuchen hinaufzugelangen, oder selbst den Rand zu berühren, "denn jeder, der ihn berührt, wird mit Sicherheit zu Tode kommen."

Als diese Instruktionen befolgt wurden, "war es am dritten Tag, als es Morgen war", daß die versprochenen Landung von Jahwe auf dem Berg der Elohim begann. Es war ein feuriger und ein geräuschvoller Abstieg: "Es gab Donnergeräusche und Gewitterblitze und eine dichte Wolke befand sich über dem Berg und ein außergewöhnlich starker Shofar Klang: und alle Menschen in dem Lager hatten Angst."

Als der Abstieg des Herrn Jahwe begann, "brachte Moses die Menschen vom Lager näher zu dem Elohim, und sie stellten sich an den Fuß des Berges", an die Begrenzung, die Moses um den ganzen Berg herum angebracht hatte.

Und der Berg Sinai war völlig von Rauch eingehüllt, denn Jahwe war auf ihm in einem Feuer niedergekommen. Und der Rauch davon stieg auf, wie der eines Brennnofens, und er ganze Berg bebte großartig.

Und der Klang des Shofar fuhr fort lauter zu werde; Als Moses sprach, antwortete ihm der Elohim mit lauter Stimme.(Der Begriff Shofar, der im Text in Verbindung gebracht wird mit den Tönen, die vom Berg ausgingen, wird normalerweise mit "Horn" übersetzt. Wörtlich jedoch bedeutet es "Verstärker" – ein Gerät, so glauben wir, das benutzt wurde, um es der gesamten israelitischen Menge, die am Fuß des Berges stand, zu ermöglichen Jahwes Stimme und sein Gespräch mit Moses zu hören).

Und so kam Jahwe tatsächlich, in völliger Sicht der ganzen Versammlung – aller 600.000 Menschen – "hernieder auf den Berg Sinai, auf seinen Gipfel; und Jahwe rief Moses herauf auf den Gipfel des Berges, und Moses ging hinauf."

Es war dann, vom Gipfel des Berges, von innerhalb der dicken Wolke, "daß Elohim die folgenden Worte sprach", verkündete die zehn Gebote – die Grundlagen des hebräischen Glaubens, die Richtlinien für soziale Gerechtigkeit und menschliche Moral, eine Zusammenfassung des Bundes zwischen Mensch und Gott, die Gesamtheit der Göttlichen Lehren, knapp ausgedrückt.

Die ersten drei Gebote errichteten den Monotheismus, verkündete Jahwe als der Elohim von Israel, der alleinige Gott, und verbat das Herstellen von Götzen und ihre Anbetung:

  1. Ich bin Jahwe, dein Elohim,
  2. der dich aus dem Land Ägypten geführt hat,

    aus dem Haus der Sklaverei.

  3. Ihr sollt keinen anderen Elohim außer mir haben;
  4. Ihr sollt euch für euch keine irgendwie geformten Abbilder machen

    Von Ähnlichem aus allem, was oben im Himmel ist,

    oder was unten auf der Erde ist, oder was in den Wassern unter der Erde ist. Ihr sollt euch davor nicht verbeugen noch es anbeten...

  5. Ihr sollt den Namen von Jahwe, eurem Elohim, nicht ohne Grund nennen.

Geschrieben auf den Tafeln standen die Zehn Gebote, wie auch detailliertere Bestimmungen, die tägliche Führung der Menschen zu verwalten, einige Regeln zum Gottesdienst an Jahwe und strikte Verbote, gegen die Verehrung oder selbst das Aussprechen der Namen, der Götter von Israels Nachbarn. All dies beabsichtigte der Herr Moses, als die Tafeln des Bundes zu geben, damit sie für immer in der Bundeslade aufbewahrt werden mögen, die nach detaillierten Anweisungen gebaut erden sollte. Die Gewährung der Tafeln war ein Ereignis von bleibender Bedeutung und lag eingebettet in die Erinnerung der Kinder Israels und gibt daher Zeugnis von höchstem Rang. Deshalb wies Jahwe Moses an, heraufzukommen, um die Tafeln

in Begleitung seines Bruders Aaron und Aarons zwei priesterlichen Söhnen, sowie 70 Stammesältesten, in Empfang zu nehmen.

Ihnen war es nicht erlaubt, bis ganz nach oben zu gehen (nur Moses konnte dies tun), aber sie waren nahe genug, um "den Elohim von Israel zu sehen". Selbst dann war alles, was sie sehen konnten, der Raum unter den Füßen des Herrn, "gemacht, wie aus purem Saphir, wie die Farbe des Himmels an einem klaren Tag." So nahe heran zu kommen, kostete sonst das Leben; aber dieses Mal, nachdem er sie eingeladen hatte, "streckte Jahwe seine Hand nicht gegen die Edlen von Israel aus." Sie lebten weiter, um die Göttliche Begegnung zu feiern und zu bezeugen, daß Moses hinaufgegangen war, die Tafeln in Empfang zu nehmen.

Es war ebenso während dieser Göttlichen Begegnung auf dem Gipfel des Berges, daß Moses in die Priesterschaft eingeführt wurde und er als die einzige die im Tabernakel fungieren, und sich (außer Moses) dem Herrn nähern konnten benannte. Ihre Priestergewänder wurden bis ins kleinste Detail ausführlich beschrieben, einschließlich der Brusttasche für die Losentscheidungen, die zwölf wertvolle Steine enthielt, in denen die Namen der zwölf Stämme Israels eingeschrieben waren. Die Brusttasche war auch dazu da, das Urim und Tumin an ihrem Platz – genauer gegen das Herz des Priesters – zu halten. Obwohl die genaue Bedeutung des Begriffs sich den Gelehrten entzog, wird aus anderen biblischen Zusammenhängen klar (z.B. Numeri 27,21), das sie als ein Orakelratespiel dienten, das dem Fragesteller ein Ja oder Nein des Herrn als Antwort auf eine Frage gab. Die Frage der jeweiligen Person wurde dem Herrn durch den Priester vorgetragen, "um das Urim vor Jahwe um die Entscheidung zu bitten und in Übereinstimmung damit zu handeln." Als König Saul (I Samuel 28;6) Jahwes Rat suchte, ob er sich am Krieg mit den Philistern beteiligen sollte, "befragte er Jahwe in Träumen durch das Urim und durch Propheten."

Alarmiert von Jahwe "wandte sich Moses um und kam, den Berg mit zwei Tafeln der Angaben in seiner Hand, herunter." Und als er sich dem Lager näherte und das goldene Kalb sah, war Moses wütend, "und er schmiß die Tafeln aus den Händen und zerbrach sie am Fuß des Berges; und er nahm das Kalb, das sie gemacht hatten und verbrannte es mit Feuer und sein Gold zermahlte er zu Pulver und streute den Staub über das Wasser. "Nachdem er die Anstifter der Ungeheuerlichkeit gesucht hatte und sie vor das Schwert geführt hatte, flehte er den Herrn an, die Kinder Israels nicht zu verlassen. Wenn die Sünde nicht vergeben werden kann, laß mich alleine die Strafe tragen, sagte er; laß es mich sein, der aus dem Buch des Lebens ausradiert wird. Aber der Herr war nicht völlig besänftigt, sondern behielt sich weitere Vergeltung vor: "Wer immer sich gegen mich versündigt hat, soll in der Tat aus meinem Buch gelöscht werden."

Die Kabod, so schrieb Hesekiel, hatte eine Leuchtkraft die durch die Wolke, die sie einhüllte, hindurch schien, eine Art von Strahlung. Dieses Detail liefert einen Einblick in eine Facette der nahen Begegnung zwischen Moses und dem Herrn Jahwe und seiner Kabod. Es war, nachdem Jahwe sich nach seinem Ärger erbarmt hatte und wieder auf den Gipfel des Berges Sinai zu kommen, um die zehn Gebot und andere Bestimmungen wieder in Empfang zu nehmen. Dieses Mal jedoch, wurden die Worte Moses vom Herrn diktiert. Wieder verbrachte er 40 Tage und 40 Nächte auf dem Berg; und die ganze Zeit über "blieb Jahwe mit ihm dort" – und sprach mit ihm nicht aus der Entfernung durch einen Verstärker, "sondern blieb bei ihm."

So "zog Moses eine Schutzmaske über sein Gesicht. Aber wenn Moses vor Jahwe trat, um mit ihm zu sprechen, pflegte er seine Schutzmaske abzunehmen, bis er wieder ging und herauskam und zu den Kindern Israels über das, was ihm angewiesen worden war, sprach; aber wenn die Kinder Israels sein Gesicht sehen würden, dessen Haut strahlte, dann setzte er die Schutzmaske wieder auf, bis zum nächsten Mal, wo er wieder mit dem Herrn sprechen würde."

Es ist von Bedeutung, daß Moses, wenn er in der Nähe der Kabod war, einer Art von Strahlung ausgesetzt war, die seine Haut beeinflußte. Um welche Art Strahlenquelle es sich dabei handelte, wissen wir nicht, aber wir wissen sicher, daß die Anunnaki Strahlung für verschiedene Zwecke anwenden konnten und anwandten. Wir lesen darüber in der Erzählung von Inannas Abstieg in die niedere Welt, als sie mit einer pulsierenden Strahlung wiederbelebt wurde (vielleicht nicht unähnlich der, die auf einer Tonplakette aus Mesopotamien gefunden wurde, auf der der Patient, geschützt durch eine Maske, mit Strahlung behandelt wird. Wir lesen darüber, daß sie als todbringender Strahl verwendet wurde, als Gilgamesch die Verbotene Zone auf der Sinai-Halbinsel betreten wollte und ihre Wachen die Strahlung auf ihn richteten. Und wir haben in der Erzählung des Zu gelesen, was passierte, als er die Tafel der Bestimmungen vom Missions-Kontroll-Zentrum in Nippur entfernte: "Stille verbreitete sich überall, Stille herrschte; das Strahlen des Heiligtums war fortgenommen."

Die größte Gotteserscheinung, die jemals stattfand, war einmalig, nicht nur aufgrund ihres Ausmaßes –600.000 Leute waren zugegen, nicht nur wegen ihrer Dauer – etliche Monate, und nicht nur in Erreichung ihrer Ziele – der Bund zwischen Gott und dem auserwählten Volk und die Verkündigung der Gebote und Gesetze von bleibender Wirkung. Es offenbarte auch einen aufschlußreichen Aspekt in Bezug auf die Gottheit – den einer nicht sichtbaren Gottheit. "Niemand kann mein Gesicht sehen und weiterleben", stellte Er fest; und selbst dem Ort, wo der Kavod ruhte, zu nahe zu kommen, war eine Gefahr.

Wie aber, wenn man ihm folgen und ihn verehren mußte, konnte man ihn suchen, finden und hören? Wie pflegten Göttliche Begegnungen mit Jahwe stattzufinden?

Die unmittelbare Antwort in der Wildnis des Sinai war der Tabernakel, der tragbare Mishkan (wörtlich: Residenz), mit seinem Zelt der Verabredung.

Am ersten Tag, des ersten Monats, des zweiten Jahres des Exodus war der Tabernakel in Übereinstimmung mit den äußerst detaillierten und exakten Erläuterungen, die Moses vom Herrn diktiert worden waren, fertiggestellt, einschließlich dem Zelt der Verabredung, mit seinem Allerheiligsten; darin, abgetrennt von anderen Abteilungen, befand sich die Bundeslade, die die beiden Tafeln enthielt, und auf der die beiden Cherubim ihre Flügel berührten. Da, wo die Flügel sich berührten, befand sich das Dvir – wörtlich der Sprecher – mit Hilfe dessen Jahwe mit Moses kommunizierte.

Die gewöhnliche Vorstellung eines Propheten ist die eines, der sich mit Prophezeiungen beschäftigt – Vorhersagen der Zukunft (in diesem Fall unter göttlicher Führung oder Eingebung). Aber das Wörterbuch definiert "Prophet" korrekt mit "eine Person, die für Gott spricht" in göttlichen Angelegenheiten, oder nur "ein Sprecher für ein Anliegen, eine Gruppe oder Regierung." Der voraussagende Aspekt ist gegeben oder wird angenommen; aber die Schlüsselfunktion ist die eines Sprechers. Und tatsächlich ist es das, was der hebräische Begriff Nabih bedeutet: ein Sprecher. Ein "Nabih von Jahwe", gewöhnlich übersetzt "ein Prophet von Jahwe", bedeutet wörtlich "ein Sprecher. von Jahwe", jemand "dem der Geist Gottes zuteil wurde", was ihn qualifizierte, ein Nabih, ein Sprecher für den Herrn zu sein.

"Es war nach dem Tod von Moses, dem Diener Jahwes, daß Jahwe zu Josua, dem Sohn der Nun, dem Minister von Moses, sagte: Moses mein Diener, starb; deshalb nun, erhebe dich und durchquere den Jordan, du und das ganze Volk, zum Land, das ich ihnen gebe, den Kindern von Israel... Wie ich mit Moses war, so werde ich mit dir sein; ich werde dich nicht fallen lassen, noch dich verlassen... nur sei du stark und standhaft bei der Einhaltung all der Lehren, die Moses, mein Diener dir gegeben hat – wende dich nicht zur Rechten oder Linken." So beginnt das Buch Josua mit einer Wiederholung des Göttlichen Versprechens auf der einen Seite und mit der eingeforderten absoluten Einhaltung von Jahwes Geboten auf der anderen Seite.

"Und es geschah nach einer langen Zeit, nachdem Jahwe Israel Ruhe vor all ihren umgebenden Feinden gewährt hatte, daß Josua alt und betagt wurde;" so beginnt das Ende des Buches von Josua und die Aufzeichnung der Ereignisse über die Eroberung und die Besiedelung von Kanaan unter seiner Führung. Es endet jedoch, wie es begann: mit der Notwendigkeit, die Existenz und Anwesenheit Jahwes zu bestätigen; denn, wie die Bibel erklärt, nicht nur Josua, sondern all die Ältesten, die sich an den Exodus erinnern konnten und an die Wunder des Herrn, schieden vom Schauplatz.

So versammelte Josua die Stammesführer bei Schechem, um ihnen die Geschichte der Hebräer vom Anbeginn ihrer Vorväter, bis zu Gegenwart vor Augen zu führen. Auf der anderen Seite des Flusses Euphrat lebten eure Vorfahren, sagte er – Terah und seine Söhne." Über die Wanderung Abrahams, die Geschichte seiner Abstammung, das Sklaventum in Ägypten und die Ereignisse des Exodus unter der Führung von Moses, wurde dann ein kurzer Rückblick gegeben, ebenso wie über die Überquerung des Jordan und die Besiedelung unter Josuas Führung.

Nun, wo ich und meine Generation die Augen schließe, sagte Josua, seid ihr frei, eure Wahl zu treffen: Ihr könnt Jahwe verbunden bleiben – oder ihr könnt andere Götter verehren:

Würdet ihr Jahwe in Ehrfurcht halten,

und ihn in Ernsthaftigkeit und Wahrheit verehren –

dann entfernt die Elohim, die eure Vorväter

verehrten über dem Fluß (Euphrat)

und in Ägypten, und verehrt (nur) Jahwe.

Aber wenn es euch nicht gefällt, Jahwe zu dienen –

Wählt hier und jetzt, wen ihr verehren wollt:

Ob die Elohim, denen eure Vorväter gedient hatten,

auf der anderen Seite des Flusses,

oder die Götter der Weststaaten, in deren Land ihr lebt;

und ich und meine Familie werden Jahwe verehren.

Angesichts dieser bedeutsamen, jedoch klar umrissenen Wahl, "antworteten die Menschen und sagten: Es ist undenkbar, daß wir Jahwe verlassen sollten, um andere Elohim zu verehren... Es ist Jahwe unser Gott, den wir verehren werden, er ist es, dem wir gehorchen!"

So "sagte Josua zum Volk: Ihr alle seid Zeugen gegen euch selbst, daß ihr Jahwe erwähltet, ihn zu verehren. Und sie sagten: Wir sind Zeugen." Davon machte Josua einen Bund mit dem Volk dieses Tages, und schrieb alles "in dem Buch der Lehren Jahwes" nieder. Und er errichtete eine Steinstelle unter der Eiche, die beim Tabernakel stand, als Zeugnis des Bundes.

Samuels Amtszeit fiel zusammen mit dem Aufstieg eines neuen und machtvollen Feindes von Israel, Den Philistern, die die Küstenebene von Kanaan von fünf Hochburgen aus befehligten. Der Konflikt war bereits früher, zu Zeiten Samsons und bei einem anderen Zwischenfall aufgeflammt, als die Philister sogar die Bundeslade raubten und sie in den Tempel ihres Gottes Dagon brachten (dessen Statue, sagt die Bibel, vor der Lade niederfiel). Danach versammelten sich die Führer der zwölf Stämme vor Samuel und baten ihn, einen König für sie zu wählen – ein Regierungssystem "ähnlich dem all der Völker". Aufgrund dessen wurde Saul, der Sohn von Kish zum ersten König der Kinder Israels gesalbt. Nach einer problematischen Regierungszeit, ging das Königtum an David über, den Sohn von Jesse, der berühmt wurde, nachdem er von Samuel gesalbt worden war, "war der Geist Jahwes über ihm, von dieser Zeit an."

"40 Jahre regierte David über das gesamte Israel – sieben Jahre regierte er in Hebron und 33 in Jerusalem", wird am Ende des Ersten Buches der Chroniker festgestellt, "und er starb in einem reifen, betagten Alter." "Und alles, was David betrifft, von seinen ersten bis zu seinen letzten Worten, ist aufgezeichnet in den Büchern von Samuel, dem Seher, und dem Buch von Nathan, dem Propheten, und dem Buch von Gad, dem Mann der Visionen."

Im Lauf der Zeit hatte Jezebel nicht weniger als 450 "Propheten von Ba`al" in ihrem Palast versammelt, und Elias war als einziger ein "Prophet Jahwes". Von Elias veranlaßt, dem ein Ende zu bereiten, versammelte der König die Menschen und auch Propheten von Ba`al auf dem Berg Carmel. Zwei Ochsen wurden gebracht und zu Opferung auf zwei Altaren vorbereitet, aber auf den Altaren wurde kein Feuer entzündet: Jede Seite mußte zu ihrem Gott um Feuer rufen und beten, den Altar vom Himmel aus zu entzünden. Der ganze Tag verging, ohne daß etwas beim Altar von Ba`al geschah; als aber Elias an der Reihe war, um göttliches Eingreifen zu ersuchen, "fiel Feuer von Jahwe hernieder und verzehrte das Opfer" und den ganzen Altar. "Und als all die Menschen dies sahen, fielen sie auf ihre Gesichter und sagten: Jahwe ist der Elohim!" Und Elias sagte ihnen, sie sollten alle Propheten von Ba`al töten und keinen entkommen lassen.

Wie Elias vor ihm, war auch Elisha an der königlichen Nachfolge, die göttlich angeordnet wurde, beteiligt; als er starb, war der König von Israel der fünfte Nachfolger von Ahab; und wie Propheten nach ihm, war Elisha der Göttliche Sprecher in Kriegs- und Friedensangelegenheiten. II Könige, Kapitel 3 berichtet über die Rebellion von Mesha, den König der Moabiten, gegen die israelitische Übermacht, nach dem Tod Ahabs, als Elisha aufgesucht wurde, um Jahwes Entscheidung einzuholen, ob man die Moabiten bekämpfen sollte. Die Echtheit dieses Grenzkrieges wird durch einen erstaunlichen archäologischen Fund bestätigt – eine Stelle genau desselben Königs Mesha, auf der er seine Version dieses Grenzkrieges wiedergibt.

Die Stelle, die sich nun im Louvre Museum in Paris befindet, ist in der gleichen altsemitischen Schrift beschrieben, die zu Zeiten der Hebräer verwendet wurde, und darin erscheint in Zeile 18 der Name des hebräischen Gottes YHWH – genau so, wie er in israelitischen und judäischen Inschriften geschrieben wurde.

Es war, wie A.J. Heschel es in "The Prophets" bezeichnete, "das Zeitalter des Zorns". Ihre 15 literarischen Propheten (wie Gelehrte sie bezeichnen, weil ihre Worte als separate biblische Bücher bewahrt wurden), umspannten fast drei Jahrhunderte, von ca. 750 v.Chr., als Amos und Hosea zu prophezeien begannen, bis Malachias ca. 430 v.Chr.; sie schließen die zwei großen Propheten Jesaia und Jeremias ein, die im hebräischen Königreiche vorhersahen. Und der Prophet Hesekiel, der sich unter den Exilanten in Babylonien befand, sah die Zerstörung von Jerusalem durch Nebukadnezar im Jahr 587 und prophezeite das Neue Jerusalem.

Als Jesaia Babylons bitteres Ende voraussah, als diese Nation gerade ihren Aufstieg nahm, drückte er es so aus: "Babylon, das Juwel der Königreiche, die Herrlichkeit und der Stolz der Chaldäer, wird den Aufruhr des Elohim von Sodom und Gomorrah übertreffen."

Babylon fiel, wie vorausgesagt, vor der Attacke einer neuen Macht aus dem Osten, der der achämenidischen Perser, unter der Führung ihres Königs Cyrus, 539 v.Chr. Babylonische Aufzeichnungen lassen vermuten, daß der Fall der Stadt durch das Zerstreiten zwischen dem letzten babylonischen König, Nabuna`id und dem Gott Marduk, möglich wurde. Laut den Annalen von Cyrus streckte Marduk, als er die Stadt und ihren heiligen Bezirk einnahm und das innere Heiligtum betrat, seine Hände zu ihm aus, und er, Cyrus "ergriff die ausgestreckten Hände des Gottes."

Gott, der Außerirdische.

Wer nun war Jahwe?

Die Frage und ihre enthaltene Antwort, stellt sich tatsächlich unvermeidlich. Daß die biblische Schöpfungsgeschichte, mit der das Buch der Genesis beginnt, sich auf dem mesopotamischen Enuma elish aufbaut, ist über jeden Zweifel erhaben. Daß das biblische Eden eine Wiedergabe des sumerischen E.DIN darstellt, ist fast selbstverständlich. Daß die Erzählung der Sintflut, Noahs und der Arche, auf den akkadischen Atra-Hasis Texten und der zeitlichen früheren sumerischen Sintflut Erzählung im Gigamesch-Epos beruht, ist sicher. Daß der Plural "uns" in der Erschaffung von "Den Adam Abschnitten", auf die sumerischen und akkadischen Aufzeichnungen über die Diskussionen der Führer der Anunnaki zurückgeht, die zu der gentechnologischen Anwendung führte, die den Homo sapiens hervorbrachte, sollte offensichtlich sein.

En der mesopotamischen Version ist es Enki, der Meisterwissenschaftler, der die gentechnologische Anwendung vorschlägt, um den Erdling zu erschaffen, der als primitiver Arbeiter dienen sollte, und es muß Enki sein, den die Bibel mit folgenden Worten zitiert "Laßt uns der Adam machen, nach unserer Ähnlichkeit und nach unserem Abbild. "Ein Beiname war NU.DIM.MUD, "Er, der gestaltet"; die Ägypter nannten Enki ebenso Ptah – "den Entwickler"; "Er, der Dinge gestaltet", und stellten ihn dar als einen aus Ton formenden Menschen, einen Töpfer. "Der Gestalter von dem Adam" nannten die Propheten wiederholt Jahwe (Gestalter", nicht Schöpfer!); und Jahwe mit einem Töpfer zu vergleichen, der den Menschen aus Lehm formt, war ein häufig gebrauchter biblischer Vergleich.

Als Meisterbiologe hatte Enki das Abzeichen der sich windenden Schlangen, was die Doppelhelix der DNA verkörperte den genetischen Code, der es Enki ermöglichte, die genetische Mischung herzustellen, die "Den Adam" hervorbrachte; und der dann wiederum genetisch die neuen Hybriden manipulierte und sie zur Fortpflanzung befähigte. Einer von Enkis sumerischen Beinamen war BUZUR; er bedeutete sowohl "Er, der Geheimnisse löst" und "Er von den Minen", denn die Kenntnis der Mineralogie wurde als Kenntnis über die Geheimnisse der Erde betrachtet, der Geheimnisse ihrer dunklen Tiefen.

Die biblische Geschichte von Adam und Eva im Garten Eden – die Geschichte der zweiten Genmanipulation – weist der Schlange die Rolle des Auslösers für ihren Erwerb von "Wissen" zu . Der hebräische Begriff für Schlange ist Nahash; und interessanterweise bedeutet das gleiche Wort auch Wahrsager, "Er, der Geheimnisse löst" – genau die gleiche zweite Bedeutung von Enkis Beinamen. Mehr noch, der Begriff stammt von der selben Wurzel wie das hebräische Wort für das Mineral Kupfer, Nehoset. Es war eine Nahash Nehoset, eine Kupferschlange, die Moses formte und dazu ausersah, eine Epidemie zu stoppen, die die Israeliten während des Exodus befallen hatte; und unsere Analyse läßt deine andere Möglichkeit zu, als darauf zu schließen, daß das, was er herstellte, um einen göttlichen Eingriff herbeizurufen, ein Zeichen der Enkis war.

Die deutlichste Übereinstimmung zwischen den mesopotamischen und biblischen Erzählungen findet man in der Geschichte über die Sintflut. In der mesopotamischen Version ist es Enki, der von seinem Weg abgeht, um seinen treu ergebenen Anhänger Ziusudra/Utnapishtim vor der kommenden Katastrophe zu warnen und ihn instruiert, die wasserdichte Arche zu bauen, ihm ihre speziellen Daten und Ausmaße gibt und ihn anleitet, den Samen tierischen Lebens zu retten. In der Bibel wird all dies von Jahwe getan.

Laut den mesopotamischen Quellen bewilligte Enki, als er den afrikanischen Kontinent unter seinen Söhnen aufteilte, den Apsu seinem Sohn Nergal. Der polytheistische Wortgebrauch (den Namen des Apsu-Herrschers und den seines Sohnes zu erfragen) kann nur durch eine redaktionell unbeabsichtigte Beibehaltung eines Passus des sumerischen Originaltextes erklärt werden – es handelt sich um den gleichen Wortgebrauch wie bei der Verwendung von "uns"

in "laßt uns den Adam machen" und in "laßt uns hernieder kommen", in der Geschichte vom Turm zu Babel. Der Wortgebrauch in Sprüchen ersetzt offensichtlich Enki durch "Jahwe". War Jahwe dann Enki in biblisch - Hebräischem Gewande?

In den mesopotamischen Originaltexten ist es Enlil, der unglücklich ist über die Art, in der sich die Menschheit entwickelt hat, und nach ihrer Zerstörung durch das ankommende Unheil trachtet. Er ist es, der die anderen Anunnaki – Führer schwören läßt, all dies vor der Menschheit geheim zu halten. In der biblischen Version ist es Jahwe, der seiner Unzufriedenheit mit der Menschheit Ausdruck verleiht und die Entscheidung trifft, die Menschheit vom Angesicht der Erde hinwegzufegen. Am Ende der Erzählung, als Ziusudra/Utnapishtim auf dem Berg Ararat Opfer darbringt, ist es Enlil, der angezogen wird von dem angenehmen Heruch des gerösteten Fleisches und der (mit einiger Überredung) das Überleben der Menschheit akzeptiert, Enki vergibt und Ziusudra und seine Frau segnet. In der Genesis errichtet Noah einen Altar für Jahwe und opfert Tiere darauf, und es war Jahwe, "der das angenehme Aroma roch".

Nachdem Anu, der Herrscher von Niburu, nach seinem Besuch auf der Erde nach Niburu zurückgekehrt war, berief Enlil die Ratsversammlung der Großen Anunnaki ein, wann immer größere Entscheidungen getroffen werden mußten, und führte den Vorsitz darüber. Zu verschiedenen Zeiten wichtiger Entscheidungen – wie "Den Adam" zu erschaffen, die Erde in vier Regionen zu teilen, das Königtum als Puffer und Kontakt zwischen den Anunnaki-Göttern und der Menschheit zu errichten, wie auch in Krisenzeiten der Anunnaki untereinander, als ihre Rivalitäten in Kriegen, sogar unter Gebrauch nuklearer Waffen, gipfelten – "beratschlagten die Anunnaki, die die Geschicke bestimmen".

Es war Jahwe, der bestimmte, wer die Priester seien; Er war es, der die Regeln für die Königsherrschaft aufstellte und klar machte, daß Er es ist, der die Könige auswählen würde – wie dies tatsächlich Jahrhunderte nach dem Exodus der Fall war, um mit der Auswahl von Saul und David zu beginnen. In all diesen Dingen ähnelten Jahwe und Enlil einander.

In der biblischen Version waren Sodom und Gomorra, die Städte in der grünen Ebenen südlich des Salzsees, sündhaft. Jahwe, "kommt hernieder" und besucht, begleitet von zwei Engeln, Abraham und seine Frau Sarai in ihrem Lager bei Hebron. Nachdem Jahwe voraussagt, daß das betagt Paar einen Sohn bekommen würde, brechen die beiden Engel nach Sodom auf, und das Ausmaß der "Versündigung" der Städte zu prüfen. Jahwe enthüllt Abram dann, daß die Städte und ihre Bewohner zerstört werde würden, wenn sich die Sünden bestätigten. Abram fleht Jahwe an, Sodom zu verschonen, wenn fünfzig rechtschaffenen Menschen darin gefunden werden würden, und Jahwe stimmt zu (die Anzahl wurde von Abram auf zehn herunter gehandelt) und geht weg. Die Engel warnen Lot, seine Familie zu nehmen und zu fliehen, nachdem sie herausgefunden haben, daß die Städte tatsächlich von Übel sind. Lot bittet um Zeit, bis er die Berge erreicht hat, und sie stimmen zu, die Zerstörung hinauszuzögern. Schließlich ereilt die Städte das Schicksal, als "Jahwe auf Sodom und Gomorra schwefeliges Feuer regnen ließ, der von Jahwe aus dem Himmel kommt; und er brachte jene Städte in Aufruhr und die gesamte Ebene und alle Bewohner davon, und alles, was am Boden wuchs... Und Abraham ging früh am Morgen zu dem Ort, wo er vorher mit Jahwe gestanden hatte und blickte in die Richtung von Sodom und Gomorra, über die Ebene und er sah von der Erde Dampf aufsteigen, wie aus einem Hochofen"

Das sich abspielende Drama, die hitzigen Diskussionen, die Anklagen und die abschließende drastische Handlung – den Gebrauch von Nuklearwaffen 2024 v.Chr. – sind ausführlich in einem Text beschrieben, den die Gelehrten das Erra Epos nennen.

Als Rabbi Gamiel von einem Häretiker gefragt wurde, ihm genau anzugeben, wo Gott sich befände, nachdem die Welt so unermeßlich ist und es sieben Ozeane gibt, war seine Anwort nur: "Dies kann ich dir nicht sagen".

Woraufhin der andere spöttisch erwiderte: "Und das nennst du Weisheit, täglich zu einem Gott zu beten, dessen Verbleib du nicht kennst?"

Der Rabbi lächelte: "Du verlangst von mir, den Finger an genau die Stelle Seiner Gegenwart zu legen, obgleich die Tradition besagt, daß die Entfernung zwischen Himmel und Erde einer Reise von 3.500 Jahren bedürft. So darf ich dich dann über genau den Verbleib einer Sache befragen, die immer bei dir ist, ohne die du keinen Moment leben kannst?

Der Heide war fasziniert. "Was ist dies", fragte er begierig. Der Rabbi antwortete: "Die Seele, die Gott in dich gepflanzt hat; nun sage mir, wo genau befindet sie sich?"

Er war geschlagen und schüttelte den Kopf.

Nun war es am Rabbi, erstaunt und amüsiert zu sein. "Wenn du nicht weißt, wo deine eigenen Seele sich befindet, wie kannst du erwarten, den genauen Ort von dem Einen zu erfahren, der die ganze Welt mit seiner Herrlichkeit ausfüllt?"

Lassen Sie uns sorgfältig die Antwort von Rabbi Gamiel zu Kenntnis nehmen: Entsprechend der jüdischen Tradition, sagte er, der genaue Punkt in den Himmeln, wo Gott seinen Wohnort hat, ist so entfernt, daß es einer Reise von 3.500 Jahren bedürfte......

Wie näher kann man den 3.600 Jahren, die Nibiru braucht, um einen Orbit um die Sonne zu vollziehen, noch kommen?

(Die Pyramiden-Texte des alten Ägypten, die den Aufstieg des Pharaos zur himmlischen Wohnstatt im Leben nach dem Tode, in dem sie von einem "Emporsteiger" hinaufgetragen wurden, beschrieben, verkündeten dem weggehenden König: "Die Doppeltore des Himmels sind für dich geöffnet, die Doppeltore des Himmels sind für dich geöffnet" und sahen vier zepterhaltende Götter, die seine Ankunft auf dem "Nie untergehenden Stern" verkündeten").

In der Bibel wird Jahwe auch als auf einem Thron sitzend beschrieben, der von Engeln flankiert wird. Während Hesekiel beschreibt, das Gesicht des Herrn zu sehen, das wie Elektrum schimmert, als er auf einem Thron im Inneren eines fliegenden Fahrzeugs sitzt, behaupten die Psalmen, "der Thron von Jahwe ist im Himmel"; und die Propheten beschrieben, Jahwe auf seinem Thron in den Himmeln sitzen zu sehen. Der Prophet Michaiah, ein Zeitgenosse von Elias, sagte dem König von Judäa, der um ein göttliches Orakel ersuchte:

Ich sah Jahwe auf seinem Thron sitzen,

und die Heerscharen des Himmels standen bei ihm,

an Seiner Rechten und an seiner Linken.

Die biblische Bezugnahme auf Jahwes Thron ging noch weiter: Sie gaben sogar an, wo er sich befand, an einem Ort namens Olam. "Dein Thron ist für immer errichtet, von Olam bist du", erklärten die Psalmen; "Du Jahwe bist gekrönt in Olam und dauerst über die Zeiten, besagen die Klagelieder.

Die zahlreichen biblischen Verse, in denen Olam erscheint, weisen darauf hin, daß es als physikalischer Ort angesehen wurde und nicht als Abstraktion. "Du bist von Olam", heißt es in den Psalmen – Gott ist von einem Ort, der versteckt ist (und demzufolge war Gott unsichtbar).

Es war ein Ort, den man sich als physikalisch existent vorstellte: das Deuteronomium und der Prophet Habakuk sprachen von den "Hügeln von Olam". Jeremias erwähnte die "Pfade von Olam" und "die Gassen von Olam", und bezeichnete Jahwe als "König von Olam" wie dies auch die Psalmen in 10:16 taten.

"Jahwe ist der König von Olam", erklärt Jesaia , und wiederholt damit die biblische Aufzeichnung in der Genesis über Abrahams "Rufen im Namen von Jahwe, den Gott von Olam": Kein Wunder, dann, daß der Bund, symbolisiert durch die Beschneidung, "dem himmlischen Zeichen", vom Herrn "der Bund des Olam" genannt wurde, als er ihn Abraham und seinen Abkömmlingen auferlegt hatte:

Und mein Bund soll in eurem Fleisch sein,

der Bund des Olam.

Bei der offensichtlichen Vertrautheit der Bibelverfasser, der Propheten und er Psalmenschreiber mit den mesopotamischen "Mythen" und der Astronomie, wäre es merkwürdig, kein Wissen über den wichtigen Planeten Nibiru in der Bibel zu finden. Es ist unsere Vermutung, daß sich die Bibel durchaus Nibirus voll bewußt war – uns ihn Olam, den verschwindenden Planeten nannte.

Und wenn die Nefilim die "Götter" waren, die den Menschen auf Erden "erschufen", erschuf dann die Evolution auf dem Zwölften Planeten die Nefilim alleine?

Technologisch fortgeschritten, Hunderttausende von Jahren vor uns, fähig, durch das Weltall zu reisen, am Beginn zu einer kosmologischen Erklärung für die Erschaffung des Sonnensystems und, wie wir gerade beginnen, fähig über das Universum nachzudenken und es zu verstehen – die Anunnaki müssen sich über ihre Herkunft ausführlich Gedanken gemacht haben und bei dem angekommenem sein, was wir Religion nennen – ihre Religion, ihre Vorstellung von Gott.

Wer schuf die Nefilim, die Anunnaki, auf ihrem Planeten? Die Bibel selbst hält die Antwort bereit. Jahwe nennt sie, war nicht nur "ein großer Gott, ein großer König über all die Elohim". Er war da, auf Nibiru, bevor sie zu ihm gekommen sind: "Vor den Elohim saß Er auf Olam", erklärte Psalm 61:8. Ebenso wie die Anunnaki sich vor "Dem Adam" auf der Erde befanden, so war Jahwe dies vor den Anunnaki auf Nibiru/Olam. Der Schöpfer ging den Erschaffenen voraus.

Wir haben bereits erklärt, daß die augenscheinliche Unmoralität der Anunnaki- "Götter" hauptsächlich in ihrer extremen Langlebigkeit bestand, die von der Tatsache herrührte, daß ein Nibiru-Jahr 3.600 Erdenjahren entsprach; und daß sie in Wirklichkeit geboren wurden , alt wurden und sterben konnten (und dies auch taten). Eine Zeitmessung, die auf Olam anwendbar ist, war den Propheten und Psalmisten bekannt; was eindrucksvoller ist, ist ihr Erkennen, daß die zahlreichen Eolhim in Wirklichkeit nicht unsterblich waren – Jahwe – Gott – aber schon.

So sieht Psalm 82 Gott ein Urteil über die Elohim sprechen und erinnert sie, daß sie – die Elohim ebenso sterblich sind.

Wir glauben, daß solche Aussagen unterstellen, daß der Her Jahwe nicht nur den Himmel und die Erde erschuf, sondern auch die Elohim. Die Anunnaki –Götter haben Anteil an dem Rätsel, das Generationen von Bibelgelehrten im Unklaren gelassen hat. Es ist die Frage, warum die allerersten Verse der Bibel, die von den Uranfängen berichten, nicht mit dem ersten Buchstaben des Alphabets beginnen, sondern eher mit dem zweiten. Die Bedeutung und der Symbolismus, den Anfang mit dem beinahem Anfang zu beginnen, muß für die Bibelverfasser offensichtlich gewesen sein; und doch, hier ist das, was sie auswählten, uns zu übermitteln:

Breshit bara Elohim

Et HA`Shamaim V`et Ha`Aretz

Was gemeinhin mit "Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde".

Da die Hebräischen Buchstaben numerische Werte haben, trägt der erste Buchstabe Aleph (von dem das griechische Alpha stammt) den numerischen Wert "eins, der Erste" – der Anfang. Warum dann, so haben sich Gelehrte Theologen gefragt, beginnt die Schöpfung mit dem zweiten Buchstaben Beth, dessen Wert "zwei, der Zweite" ist?

Während der Grund unbekannt bleibt, wäre das Ergebnis, den ersten Vers im ersten Buch der Bibel mit Aleph beginnen zu lassen, erstaunlich, denn der Satz läse sich so:

Ab-reshit bara Elohim, et Ha`Shamain v`et Ha`Aretz

Der Vater des Anfangs erschuf die Elohim, die Himmel und die Erde.

Durch diese leichte Veränderung, nur durch den Beginn mit dem Buchstaben, der allem vorangeht, taucht ein omnipotenter, allgegenwärtiger Schöpfer von Allem aus dem urzeitlichen Chaos auf: Ab-Reshit, "der Vater des Anfangs".

Und auf einmal nähern sich Wissenschaft und Religion, Physik und Metaphysik in einer einzigen Antwort an, die dem Credo des jüdischen Monotheismus entspricht: "Ich bin Jahwe, es gibt niemanden außer mir!" Es ist ein Credo, das die Propheten und wir mit ihnen von der Arena der Götter zu dem Gott, der das Universum umarmt trugen.

Man kann nur spekulieren, warum die Bibelherausgeber, die wie Gelehrte glauben, die Torah (die ersten fünf Bücher der Bibel) während des babylonischen Exils kanonisierten, das Aleph wegließen. Geschah es, um die Beleidigung ihrer babylonischen Exilgewährer zu vermeiden (weil der Anspruch, daß Jahwe die Anunnaki-Götter erschaffen hatte, Marduk nicht ausschloß)? Was aber, wie wir glauben, nicht bezweifelt werden kann, ist, daß irgendwann das erste Wort im ersten Vers der Bibel mit dem ersten Buchstaben des Alphabets begann. Diese Sicherheit basiert auf den Aussagen im Buch der Offenbarungen("Die Apokalypse des hl. Johannes", im Neuen Testament), in dem Gott dieses verkündet:

Ich bin Alpha und Omega,

der Anfang und das Ende,

der Erste und der Letzte.

Diese Aussage, die dreimal wiederholt wird verwendet den ersten Buchstaben des Alphabets (mit seinem griechischen Namen) für den Anfang, für den göttlichen Ersten; und den letzten Buchstaben des (griechischen) Alphabets für das Ende, denn Gott ist der Letzte von Allem, wie er der Erste von Allem ist.

Daß dies am Beginn der Genesis der Fall war, ist, wie wir glauben durch die Sicherheit, daß die Aussagen in der Offenbarung auf die Hebräischen Schriften zurückgehen, von denen aus Jasaia vergleichbare Verse genommen wurden, bestätigt. Es handelt sich um die Verse, in denen Jahwe Seine Absolutheit und Einmaligkeit bekannt gibt:

Ich, Jahwe, war der Erste,

und der Letzte werde ich auch sein!

Ich bin der Erste,

und ich bin der Letzte;

Es gibt keine Elohim ohne mich!

Ich bin Er,

Ich bin der Erste,

Ich bin ebenso der Letzte.

Es sind diese Aussagen, die den biblischen Gott durch die Antwort, die er selbst gab, wenn er gefragt wurde, zu identifizieren helfen: Wer, Oh Gott, bist du?

Es war, als Er Moses aus dem brennenden Busch ansprach und sich selbst nur als "der Gott deines Vaters, der Gott von Abraham, der Gott von Isaak und der Gott von Jakob", zu erkennen gab. Nachdem Moses seine Aufgabe übergeben worden war, wies er darauf hin, daß, wenn er zu den Kindern von Israel kommen und sagen würde, "der Gott eurer Vorväter hat mich zu euch gesandt, und sie ihn fragen würden: Wie lautet sein Name? – was soll ich ihnen dann sagen?"

Und Gott sprach zu Moses:

Ehyeh-Asher-Ehyeh –

Das ist es, was du sagen sollst

Zu den Kindern von Israel:

Ehyeh sandte mich.

Und Gott sprach weiter zu Moses:

Das sollst du sagen zu den Kindern von Israel:

Jahwe, der Gott deines Vaters,

der Gott von Abraham, der Gott von Isaak,

und der Gott von Jakob,

hat mich zu euch gesandt;

Dies ist mein Name in Olam,

dies ist meine Anrede in allen Generationen.

Die Aussage Ehyeh-Asher-Ehyeh war Gegenstand von Diskussionen, Analysen und Interpretationen über Generationen von Theologen, Bibelgelehrten und Sprachwissenschaftlern.

Mit einfachen Worten besagt es: "Wer immer ich sein werde, werde ich sein." Und der Göttliche Name, der einem Sterblichen zum ersten Mal offenbart wird (in der Unterhaltung wird Moses mitgeteilt, daß der heilige Name, das Tetragrammaton YHWH, noch nicht einmal Abraham enthüllt wurde), die drei Zeiten, von der Wurzel, die "Sein" bedeutet – Derjenige, der war, der ist und der sein wird – zusammengefaßt. Es ist eine Antwort und ein Name, denen das biblische Konzept von Jahwe als ewiglich existierend gebührt – Einer, der war, der ist und der fortfahren wird, zu sein.

Und wenn alles sich zur rechten Zeit vollendet,

wird Er wahrlich noch in Herrlichkeit herrschen:

Er war, Er ist – wahrlich, Er wird immer da sein,

Er wird sein in Herrlichkeit immerdar.

Unvergleichlich, einmalig ist Er,

Keiner kann Seine Einheit teilen:

Ohne Anfang, ohne Ende.

 

Alfred Josef, Wien, 26.05.1998

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