| Paxos spezial |
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| Paxos | Paxos spezial |
ab September 2005
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Paxos ist wirklich eine eigene Seite zu unserem Reisebericht wert! Erstens: stets hat sie irgendwelche Flausen im Kopf und es vergeht wirklich kein Tag, wo sie uns nicht zum Lachen bringt. Zweitens ist es ja mal ganz interessant, etwas zum Thema "Katze an Bord" verlautbaren zu lassen. Solche (Katzen an Bord - und auch Hunde) gibt es übrigens erstaunlich viel. Benannt haben wir sie nach ihrem Ursprungsort - der Insel Paxos im ionischen Meer - wo sie auf Aura zugestiegen ist. Auch die Namensgebung hat ihre Geschichte: |
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Denn - wenn man bzw. vielmehr frau es darauf anlegt, auf seinen Küstenfahrten einen 4-Beiner auf sein Schiff zu locken, würde man dieses schon in kurzer Zeit mit einem schwimmenden Tierheim verwechseln können. Zuweilen kommt das auch vor. Wieviele Segler haben wir schon getroffen, mit Hund und/oder Katze an Bord? Einige haben während ihrer Reise die Crew sogar um gleich zwei Hunde UND zwei Katzen ergänzt, was natürlich dann schon leicht übertrieben ist. Grundsätzlich halten wir ein Schiff für Hunde auch nicht als den "artgerechten" Ort für ein Tier, welches ja doch Auslauf und vor allem auch Bäume zum Schnüffeln und Beinchen heben braucht. Doch selbst grössere Wau Waus scheinen am Reisen auf Schiffen Spass zu haben. Die Schwänze wedeln jedenfalls genauso, wie bei Kollegen an Land und eigentlich alle Hunde, die wir so auf Schiffen sahen, waren lustig und freundlich drauf. Es ist jedenfalls ein Phänomen, wie Fahrtensegler sich doch immer wieder um ein Haus, eh "Bootstierchen" bemühen - so eben auch wir. Für uns war aber klar, dass es eine Katze sein müsste. Der Grösse wegen, weil sie pflegeleicht sind, weil sie so schön schmusig sind und nicht zuletzt wegen ihres unglaublichen Geschicks, was sie von vorneherein seetauglich macht. Dachten wir jedenfalls ... . |
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Also! In jedem Hafen, wo uns einer dieser neugiergen Tigerleins auf Aura besuchte, ging ein bald schon routiniertes Prozedere los. Die waren kaum an Bord, als sogleich ein Schälchen Wasser und auch eines mit lecker Fresserchen bereitgestellt wurde. Im Gegenzug hatte die Katze einfach nur zu schnurren und diverse Schmuseeinheiten abzugeben. Und die Viecher sind ja nicht doof und machten das auch glatt. Wenn dann die Katze auch noch die eine oder andere Nacht an Bord geblieben ist, wurden Zuversicht und Hoffnung, sie möge doch bei uns bleiben riesig. Spätestens dann waren die Futterschalen und selbstverständlich ein Katzenklo im Salon von Aura fest installiert. Trotz allen Leckereien und vor allem Ilonkas eingehender Bemühungen um all den Kuscheltieren sollte es in Croatien einfach nix werden ... - mit Zuwachs. Bis in den September 2005, als wir die schöne Insel Paxos mit dem Bilderbuchhafen Gaios erreichten musste "Cuxhafen" die Stellung halten.
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Dumpfbacke Das ist die Besucher-Bilanz jener Katzen, die diesen Service sichtlich genossen haben, aber letztendlich dann doch das Leben auf festen Boden bevorzugten: der Kater "IZ", die kleine "Hramina" und die noch kleinere "Dumpfbacke". Wer unseren Reisebericht eingehend verfolgt hat, wird sich erinnern, dass es sich bei den Namen jeweils um Stationen unserer Tour handelt. |
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| "IZ" wollte auch nicht bleiben - Cuxhafen blieb uns immer treu! |
"Hramina" war schon fest in
die Crewliste aufgenommen
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| Im September 2005 lagen wir längsseits im Hafen Gaios der griechischen Insel Paxos im Ionischen Meer. Leichten Fusses schlenderte da lässig ... na, was wohl? - eine junge Katze die Pier entlang. Hier und da blieb die Mieze an einem der zahlreichen Charteryachten stehen und begutachtete Riss und Konstrunktion der Schiffe... . "Immer nur diese Bavarias, gibt ´s denn keine gescheiten Schiffe mehr?!" "Oh ha! Was liegt denn da vorne? Elegant, schnittig...; na wenn das keine Sparkman & Stephens ist. Die schau ich mir genauer an." Hupf und schon war Fräulein Katze bei uns an Bord. "Hallo, wollte mir mal euern Dampfer näher anschauen - so was sieht man ja leider nicht mehr alle Tage hier. Oh ja! Sehr schön... diese Linien. Unter Deck sieht ´s ja auch ganz gemütlich aus. Sehr hübsch - weisse Polsterbezüge, genau nach meinen Geschmack. Ich sagte - Geeesssccchhhmmmaaaccckkk - miau; wo bleiben die Schääälllccchhhheeennn!? Na also, klappt doch!" und Ilonka war schon am Deckel vom Kühlschrank, schnibbelte Fleischwurst mundgerecht und bereitete frisches Wasser. "Gut! Der Service passt zum Schiff - prompt und üppig, so habe ich mir das vorgestellt" - miez-mauz-schnurr - "das finde ich doch gleich viel besser, als die Wühlerei in den Mülltonnen", hat sich das getiegerte Kätzchen gleich gedacht. "Mei ist die süss!", Ilonka überschwemmte Paxos mit Muttergefühlen und die liess es sich gerne gefallen. Ihren Namen hatte sie sofort, schliesslich hatte es sich bei uns eingebürgert, den Viechern immer gleich nach dem Ort zu benennen, wo wir gerade waren. Mit Vornamen also benannten wir sie nach der Insel Paxos und um bei bestimmten Gelegenheiten (wenn sie Misst bauen würde) unserer Autorität nachdruck zu geben, gab es gleich auch als Nachnamen den des Hafens hinzu: "Paxos Gaios! ... mach dies nicht und lass das sein." "Ich sag ´s euch gleich! Sollte ich etwa bei euch bleiben, dann könnt ihr euch eure Autorität in die Haare schmieren - miezmauz!" So sollte es denn auch sein, wobei sich Paxos während unseres Aufenthaltes von 5 Tagen hier im Hafen noch einen Tag Bedenkzeit nahm. Am dritten Tag war sie nämlich wieder verschwunden. Einsam standen da Fressnapf und mal wieder hergerichtetes Katzenklo. Doch Paxos kam wieder. Eindringlich sagten wir ihr, wie es denn auf einem Schiff so sein kann - auf See, bei schlechtem Wetter und so. "Hey, ich bin eine griechische Hafenkatze... - ich weiss bescheid" gab sie vor uns an. Als wir unseren Weg nach Lefkas fortsetzten und kaum zur Hafenausfahrt raus waren, gings dann los. Heul! Mauz! "Rettet mich von den Wogen - wo ist denn plötzlich das Land?" Total eingeschissen hat sie. | |||||
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Und wir hatten das Schiff in Lefkas kaum festgemacht, da war unser PussyCat auch schon von Bord. "Scheisse, die ist weg!" so dachten wir. Und oh je, was haben wir da angestellt, einfach die Katze ihrer gewohnten Umgebung und Heimat beraubt. Wo ist sie nur hin und hoffentlich wird sie nicht von einem Auto überfahren. So sollte es eine ganze Weile so sein, dass wir beide mit mütter- und väterlicher Sorge immer wieder die Gegend rund um Auras Standort absuchten. In Lefkas, wie auch anderswo. Aber Paxos kam immer wieder zurück ans Schiff und schon bald gewöhnten wir uns daran, dass so eine Katze eben immer wieder jede gewohnte, wie auch neue Umgebung auskundschaften muss. Immerhin, so nach 10 Tagen im Stadthafen von Lefkas kamen wir zu der Entscheidung, dass Paxos einfach fest zur Familie gehören würde. Damit diese sich nicht unkontrolliert vergrössern würde, entschieden wir, unser Liebling sterilisieren zu lassen. Also ab zur Tierärztin gleich am Hafen und ritz-ratz die Gebärmutter raus und auch sonst eine Generaluntersuchung inklusive aller Impfungen. Jetzt hatte Paxos sogar einen Reisepass (internationaler Impfpass), den sie bis heute allerdings nicht vorzeigen musste. |
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Die OP in Lefkas war ´n echter
Scheiss, kann euch sagen
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| Mittlerweile ist Paxos genauso seefest wie wir. Geschichten anderer Leute mit ihrer kotzenden Katze an Bord kennen wir garnicht. Anfangs hatte Paxos einfach nur Angst vor der weiten See. Mittlerweile hängt sie seelenruhig meist an einer Schotwinsch für das Vorsegel. Nur wenn es heftig wird, muss sie ab in die Vorschiffkabine, da Paxos eher zu mutig, als zu ängstlich ist und dann schon mal bedenkliche Ausflüge über das Deck von Aura macht. | |||||
| Sollte sie schliesslich ins Wasser fallen, wäre eine Bergung bei Seegang ziemlich aussichtslos. Vielleicht hebt sie sich deshalb ihre im Schnitt monatlichen Bäder im Salzwasser für unsere Marinaaufenthalte auf. Ja, ja, so einmal im Monat muss es dann doch sein, dass Paxos unfreiwillig baden geht. Das liegt wohl an ihrem unverminderten Interesse an anderen Booten. Jede Möglichkeit einer ausgiebigen Inspektion wird da wahrgenommen und sie hüpft auf und auch gerne in fremde Boote. Und manchmal geht es eben daneben. Manchmal so sehr, dass sie eine ganze Nacht unter irgendwelchen Schwimmstegen verharrt und nur nach stundenlanger Suche durch uns dort wieder freikommt. So in Lefkas und das eine ganze stürmische Nacht lang. Da hat sie Glück gehabt, dass Ilonka so wahnsinnig gute Ohren hat und ihr elendes nach Hilfe rufendes Gemauze hörte. Meistens kann "Madame" sich aber selbst wieder irgendwie vom Wasser ans Land bringen und taucht dann klatschnass bei uns auf Aura auf. |
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Mal wieder im Hafen ein Bad genommen
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| Einfach weil wir drei tagtäglich auf kleinstem Raum zusammen sind, so scheint es, spielen sich in Verbindung mit der Katz regelrechte Riten und Verhaltensweisen ein, die zumindest wir so von einer Katze weder kannten, noch sonst von jemanden gehört haben. | |||||
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| So weiss Paxos zum Beispiel sehr gut, auf sich aufmerksam zu machen. Wenn der Futternapf leer ist, z.B., dann versucht sie es zunächst mal mit Einschleimen, Schnurr und Schwanz hoch. Wenn das nicht zum Erfolg führt, dann wird zu ganz unmissverständlichen Mittel gegriffen: Dazu gehört, mal eben kurzer Hand (scharfer Kralle) die komplette Küchenrolle zu zerlegen. Spätestens dann weiss der Mensch, dass eine frische Dose Katzenfutter fällig ist - und zwar unverzüglich. Eine solche ist da, dass weiss Paxos wegen ihrer genauesten Inspektionen von Tragetaschen und Rücksäcke, die nach jedem Einkauf im Schiff landen. | |||||
| Beim Segeln - natürlich - arbeitet Paxos aktiv mit! So gut sie eben kann. | |||||
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Nun ja... . Was eine Katze die meiste Zeit macht, das ist schlafen, schlafen, schlafen. Es ist wirklich kaum zu glauben, wie sehr Katzen einfach vor sich hin knacken. In jeder Lage, egal wo auf dem Schiff wird da geratzt. Da werden einfach
Reserven und Energie getankt, um in jedem Fall wieder bereit zu sein.... |
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| ... für irgendeinen Schmarrn... . Ganz besonders wichtig ist natürlich auch das tägliche Fitness-Programm. | |||||
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| Das geht am frühen Morgen schon los. Paxos ist nämlich schon so gegen 05:30 (also mitten in der Nacht!) bereit, für ihren Frühsport mit uns. Unter uns; es ist natürlich das leere Schälchen, was da unsere liebe Katze dazu animiert, uns mit allen einer Katze zur Verfügung stehenden Mitteln aus den Kojen zu hauen. Wenn Schnurren und Einschleimen nicht sehr bald zum Erfolg führt, dann hat Katze ja schliesslich auch Krallen und Zähne. Es gibt Tage, da sehen Ilonka und Wolfgang aus, als ob sie gerade eben noch eine mittelalterliche Folter überstanden haben. Kratz, beiss und Aua! und es dauert nicht lange, da hat unsere Lady wieder frisches Futter. Garfield wäre stolz auf Paxos - na geht doch, oder?! | |||||
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| Und das weiss keiner so gut, wie eben Paxos Gaios! | |||||
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| Immer lässisch ... |
...immer cool
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Unser Baby macht uns eine Riesenfreude!
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